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Mit Radfahrkindern unterwegs

By 27. Juli 2021Oktober 18th, 2021No Comments

Wenn Kin­der sich als Fahr­rad­fah­rer irgend­wann auch allei­ne sicher bewe­gen sol­len, spielt die Vor­bild­funk­ti­on eine ganz wich­ti­ge Rol­le. Und das heißt für die Erwach­se­nen: wis­sen wie es rich­tig geht, es den Kin­dern vor­le­ben und immer wie­der mit ihnen üben.

Krefelder Fairkehr Radwege

Richtige Nutzung des Radweges

Kin­der bis acht Jah­re müs­sen auf dem Geh­weg fah­ren. Kin­der bis 10 Jah­re dür­fen es. Ab dem zehn­ten Geburts­tag muss jedes Kind mit sei­nem Rad auf dem Rad­weg oder der Stra­ße fah­ren. Die beglei­ten­den Eltern soll­ten aber nicht auf dem Geh­weg son­dern auf der Stra­ße fah­ren, weil es sonst häu­fig zu Unfäl­len mit Fuß­gän­gern kommt.
In Deutsch­land gibt es zwei unter­schied­li­che Arten von Rad­we­gen, die man dar­in unter­schei­det, ob sie mit dem blau­em Ver­kehrs­schild gekenn­zeich­net sind oder nicht. Die mit Ver­kehrs­schild müs­sen von den Fahr­rad­fah­rern genutzt wer­den, die ohne kön­nen genutzt werden.

Sicher fahren, Helm tragen!

Die Poli­zei emp­fiehlt grund­sätz­lich, beim Rad­fah­ren einen Helm zu tra­gen, auch wenn es kei­ne Helm­pflicht in Deutsch­land gibt. Der Helm muss aber, um Schutz zu bie­ten, fest am Kopf sit­zen ohne zu drü­cken. Außer­dem soll­te er ent­spre­chend neu­wer­tig sein.

Verkehrserziehung und Begleitung

Für Eltern ist es aber nicht nur wich­tig, sich im Ver­kehr gut aus­zu­ken­nen und es ihren Kin­dern zu ver­mit­teln. Sie müs­sen vor allem ver­ste­hen, dass Grund­schul­kin­der noch nicht in der Lage sind, das Ver­kehrs­ge­sche­hen voll­stän­dig zu über­bli­cken. Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gisch kön­nen sie sogar im Alter von zehn bis zwölf Jah­ren einen Über­hol­vor­gang oder sich ändern­de Geschwin­dig­kei­ten nicht erfas­sen. Daher emp­fiehlt die Poli­zei, dass Grund­schul­kin­der nicht allein mit dem Fahr­rad zur Schu­le fah­ren soll­ten, auch wenn sie in Beglei­tung schon sehr sicher und auf­merk­sam wir­ken. „Die­se Emp­feh­lung ist ganz klar der auto­mo­bi­len Situa­ti­on in deut­schen Städ­ten geschul­det“, erklärt der Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter Joa­chim Schal­ke vom Poli­zei­prä­si­di­um in Köln, „die Über­sicht, gera­de bei gro­ßem Ver­kehrs­auf­kom­men und kom­pli­zier­ten Abbie­ge­vor­gän­gen, behal­ten selbst vie­le Erwach­se­ne nicht.“ Das Pro­blem ist auch, dass die meis­ten Auto­fah­rer eher auf ande­re Auto­fah­rer als auf Rad­fah­rer oder Fuß­gän­ger ach­ten. Die Ver­kehrs­si­tua­ti­on wäre für Fahr­rad­fah­rer siche­rer, wenn mehr Fahr­rad­fah­rer auf den Stra­ßen unter­wegs wären.

Gut gesehen

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Sicher­heits­aspekt ist die Sicht­bar­keit. Gera­de weil Kin­der klein sind und ein Fahr­rad sehr schmal ist, wer­den sie von Auto­fah­rern leicht über­se­hen. Wenn dann noch schlech­te Licht­ver­hält­nis­se dazu­kom­men, wer­den sie kaum mehr wahr­ge­nom­men. Bei Kin­der­klei­dung ist es heut­zu­ta­ge fast schon selbst­ver­ständ­lich, dass Jacken bei­spiels­wei­se mit reflek­tie­ren­den Appli­ka­tio­nen aus­ge­stat­tet sind. Auch Schul­ran­zen sind groß­flä­chig mit reflek­tie­ren­dem Mate­ri­al ver­se­hen. Unter­stüt­zend emp­fiehlt Schal­ke die gel­ben Reflex­bän­der für die Hand- und Fuß­ge­len­ke. Die Beleuch­tung der Autos ist sehr gut und gera­de das Streu­licht in Boden­nä­he reflek­tiert das Licht an den Bän­dern der Fuß­ge­len­ke sehr stark. Am bes­ten ist man aber immer noch mit einer reflek­tie­ren­den Warn­wes­te zu sehen. „Die sind nicht schön, aber sehr nütz­lich“, meint der Polizist.

Auf der Sei­te www​.poli​zei​-dein​-part​ner​.de fin­den Sie vie­le wei­te­re The­men und Berich­te zum rich­ti­gen Umgang und Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr. Beson­ders zur kor­rek­ten Ver­kehrs­er­zie­hung für Kin­der und Jugendliche.

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(Gewerk­schaft der Polizei)