Das richtige Fahrrad für Ihr Kind

Der Arbeits­kreis Ver­kehrs­si­cher­heit für Kin­der in Kre­feld („Kre­fel­der Fair­kehr“) hat mit den Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­tern der Poli­zei und den Schu­len sowie dem ört­li­chen Fahr­rad­han­del einen Emp­feh­lungs­bo­gen für Eltern ent­wi­ckelt, der die wich­tigs­ten Punk­te beim Fahr­rad­kauf für Kin­der auf­lis­tet. Die Tipps gel­ten weit­ge­hend aber auch für Fahr­rä­der für Erwachsene.

Jedes Fahr­rad muss der StVZO ent­spre­chen und mit Reflek­to­ren, Klin­gel, Brems­an­la­gen und Beleuch­tungs­ein­rich­tun­gen aus­ge­stat­tet sein. Zusätz­lich soll­ten Sie beim Kauf eines Kin­der­ra­des fol­gen­des beachten:

1. Das Fahrrad muss zum Kind passen

Wenn Ihr Kind auf dem Sat­tel sitzt müs­sen bei­de Vor­der­fü­ße den Boden berüh­ren. Wird das Kind in die­ser Posi­ti­on seit­lich ange­sto­ßen, darf es nicht das Gleich­ge­wicht ver­lie­ren. Bis zu einem Alter von 12 bis 14 Jah­ren kön­nen Kin­der auf Not­si­tua­ti­on nicht so schnell reagie­ren wie erwach­se­ne Rad­fah­rer. Ist das Fahr­rad dann auch noch zu groß und kom­men die Kin­der nicht mit den Füßen auf den Boden, ver­dre­hen sie beim Absprin­gen oft den Len­ker, ver­lie­ren das Gleich­ge­wicht und fal­len in den flie­ßen­den Verkehr.

Als Grö­ßen-Richt­schnur wird emp­foh­len: 24 Zoll Rad­durch­mes­ser: ab 140 cm Kör­per­grö­ße, 26 Zoll: ab 150 cm und 28 Zoll: ab 160 cm

2. Die kindgerechte Ausstattung

Rücktrittbremse

Die Moto­rik von Kin­dern befin­det sich noch in der Ent­wick­lung. Bei zwei Hand­brems­he­beln ist es für das Kind schwie­rig zu brem­sen und gleich­zei­tig ein Hand­zei­chen zu geben. Eine Rück­tritt­brem­se hat zudem den Vor­teil, dass sie auch bei Näs­se oder Schnee­matsch gleich gut funktioniert.

Lenker

Der Hand­brems­he­bel soll­te für das Kind gut und sicher zu umgrei­fen sein. An den Enden der Len­ker soll­ten sich Prall­schutz­gum­mis befin­den, um bei einem Sturz die Ver­let­zungs­ge­fahr zu minimieren.

Vorder- und Rücklichter mit Standlicht; Nabendynamo

Mitt­ler­wei­le gibt es an sehr vie­len Fahr­rä­dern soge­nann­te Dioden­stand­lich­ter, die sich wäh­rend der Fahrt auf­la­den und im Stand noch drei bis fünf Minu­ten nach­leuch­ten. Das bringt Sicher­heit, falls die Fahrt durch Ampel oder ähn­li­ches unter­bro­chen wer­den muss. Zusätz­lich ist ein Naben­dy­na­mo emp­feh­lens­wert, der in der Mit­te des Vor­der­ra­des sitzt und bei jedem Wet­ter funktioniert.

Nabenschaltung

Bei Fahr­rä­dern für Kin­der ist eine Naben­schal­tung immer sinn­vol­ler als eine Ket­ten­schal­tung. Die wenigs­ten Kin­der kön­nen ver­nünf­tig mit einer Ket­ten­schal­tung umge­hen. Die Ket­ten kön­nen auch ‚raus sprin­gen und ver­schlei­ßen schnel­ler. Zudem schließt die Ket­ten­schal­tung eine Rück­tritt­brem­se aus. Bei einer Naben­schal­tung sind heut­zu­ta­ge bis zu neun Gän­gen mög­lich, was abso­lut aus­rei­chend ist. Zusätz­lich ver­fügt das Fahr­rad dann auch über eine Rücktrittbremse.

Falls ihr Kind dann ein pas­sen­des Fahr­rad hat, ist die regel­mä­ßi­ge War­tung und Pfle­ge uner­läss­lich. Über­prü­fen Sie, vor allem auch in der dunk­len Jah­res­zeit, min­des­tens ein­mal wöchent­lich die Brem­sen und die Beleuch­tung des Fahr­ra­des. Neu ist in die­sem Jahr ein Ange­bot von meh­re­ren Fahr­rad­händ­lern, die im Rah­men der Kre­fel­der Fami­li­en­kar­te (die jede Fami­lie in Kre­feld erhielt oder erhält) einen kos­ten­lo­sen Check von Brems- und Beleuch­tungs­an­la­gen von Kin­der­rä­dern durch­füh­ren. Ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Eltern soll­ten die­ses Ange­bot nut­zen und damit für mehr Sicher­heit ihrer Kin­der auf den Stra­ßen sor­gen. „Fair­kehr“ emp­fiehlt die­se Händ­ler auch für den Neu­kauf von Rädern.

Fol­gen­de Händ­ler und Ein­rich­tun­gen machen bis­her mit:

Hans Robertz
Zweirad-Fahrzeuge
Köl­ner Str. 92
47805 Krefeld
Tele­fon: (02151) 311692

Zwei­rad-Rund­lauf
Phil­adel­phi­a­str. 155–157
47799 Krefeld
Tele­fon: (02151) 22421

Kes­se­ler Fahrzeuge,
Fried­rich-Ebert-Str. 197/​199,
47800 Krefeld
Tele­fon: (02151) 591367

ZWEI­RAD­tec,
Wach­tel­str. 5,
47839 Krefeld
Tele­fon: (02151) 749112

Fahr­rad­sta­ti­on am Hauptbahnhof
Dia­ko­nie Krefeld-Viersen
Tele­fon: (02151) 36 16 19
(aus Per­so­nal­grün­den nur vor­mit­tags möglich)

Die Fahr­rad­kli­nik
Rott 210
47800 Krefeld
Tele­fon: (02151) 7820253
E‑Mail: info@fahrradklinik.com

Die Teil­nah­me wei­te­rer Fach­händ­ler ist aus­drück­lich erwünscht.