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Das Netz der Fahrradstraßen wird weiter ausgebaut

By 20. Januar 2021No Comments

Ver­kehr in Kre­feld: Das Netz der Fahr­rad­stra­ßen wird wei­ter ausgebaut
Rhei­ni­sche Post 20. Novem­ber 2020

Kre­feld Die Stra­ßen sol­len den Reiz erhö­hen, vom Auto aufs Fahr­rad umzu­stei­gen. Die Akzep­tanz wächst. Etwa 20 Pro­zent der Kre­fel­der nutzt das Rad für die täg­li­chen Wege, sagt Fahr­rad­be­auf­trag­ter Micha­el Hülsmann.

Der Aus­bau der Fahr­rad­stra­ßen in Kre­feld schrei­tet vor­an. Neu als Stre­cken ein­ge­rich­tet sind inzwi­schen Abschnit­te der Niko­laus-Groß-Stra­ße in Uer­din­gen, der Tier­gar­ten­stra­ße in Bockum, der Ger­ma­ni­a­stra­ße in Bockum, der Roon­stra­ße im Bis­marck­vier­tel, der Inra­ther Stra­ße am Inrath und der Bru­cker­sche Stra­ße in Hüls. Vor der Umset­zung befin­den sich die Arbei­ten unter ande­rem auf Abschnit­ten der Alte Glad­ba­cher Stra­ße und der Scharf­stra­ße. An den neu­en Fahr­rad­stra­ßen sind inzwi­schen deut­lich sicht­ba­re Pik­to­gram­me auf­ge­bracht. Mit der Beschil­de­rung durch den Kom­mu­nal­be­trieb Kre­feld (KBK) haben die Fahr­rad­stra­ßen auch recht­lich Gül­tig­keit erlangt.

Krefelder Fairkehr - Michael HülsmannMicha­el Hüls­mann, Kre­felds Fahr­rad­be­auf­trag­ter, hat die Pla­nung von Beginn an beglei­tet. „Es gibt sehr vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern. Die Akzep­tanz ist hoch,“ sagt er. Um die Öffent­lich­keit umfas­send über die Funk­ti­on und Regeln der Fahr­rad­stra­ßen zu infor­mie­ren, sol­len Fly­er erstellt wer­den, die bei den Anlie­gern der Fahr­rad­stra­ßen ver­teilt werden.

Fahr­rad­be­auf­trag­ter Micha­el Hüls­mann auf der Inra­ther Stra­ße. Foto: Stadt Krefeld 

Die Kre­fel­der leg­ten 20 Pro­zent der täg­li­chen Wege mit dem Fahr­rad zurück, erläu­tert Hüls­mann. Das städ­ti­sche Pro­gramm „Kre­fel­der Fahr­ra­d­of­fen­si­ve“ stre­be einen Rad­ver­kehrs­an­teil von 30 Pro­zent bis 2030 an. Fahr­rad­stra­ßen sind dabei wich­ti­ger Bau­stein – das Aus­bau­pro­gramm sol­le nach Wunsch von Poli­tik und Ver­wal­tung ent­spre­chend fort­ge­führt wer­den, betont Hülsmann.

Die ers­ten Fahr­rad­stra­ßen waren in Kre­feld Ende der 1980er-Jah­re ein­ge­rich­tet wor­den; dazu gehö­ren etwa die Dionysius‑, die Mariannen‑, die Peters- oder die Steinstraße.

Die Stadt­tei­le wür­den von Fahr­rad­stra­ßen stark pro­fi­tie­ren, sagt Hüls­mann. Ver­keh­re wür­den bes­ser gebün­delt, die Belas­tung durch Kraft­fahr­zeu­ge sin­ke. Er ver­weist auch dar­auf, dass es zuletzt aus dem Inrath vom Bür­ger­ver­ein immer wie­der Kri­tik an der Ver­kehrs­be­las­tung im Stadt­teil durch moto­ri­sier­te Fahr­zeu­ge gege­ben habe. „Die Fahr­rad­stra­ßen sind Teil der Lösung“, sagt er. Sie sol­len den Anreiz erhö­hen, vom Auto auf das Fahr­rad umzu­stei­gen, um bei­spiels­wei­se die Innen­stadt zu errei­chen. Auch die Ver­kehrs­si­cher­heit wer­de durch Fahr­rad­stra­ßen erhöht.

Die Fahr­rad­stra­ßen sol­len den Rad­ver­kehr bün­deln. Dort hat der Fahr­rad­ver­kehr Vor­rang vor dem moto­ri­sier­ten Ver­kehr. Fahr­rad­fah­rer dür­fen neben­ein­an­der fah­ren, mög­lichst aber rechts. Der moto­ri­sier­te Ver­kehr muss auf den Fahr­rad­ver­kehr beson­de­re Rück­sicht neh­men, gege­be­nen­falls sei­ne Geschwin­dig­keit ver­rin­gern. Tem­po 30 gilt als Höchst­ge­schwin­dig­keit. Fahr­zeu­ge dür­fen Rad­fah­ren­de mit einem Sicher­heits­ab­stand von min­des­tens 1,50 Metern über­ho­len. In Fahr­rad­stra­ßen darf nach den Vor­schrif­ten der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung geparkt wer­den. Ori­en­tie­rung bie­ten Schil­der und wei­ße Mar­kie­run­gen auf der Straße.

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(Rhei­ni­sche Post 20. Novem­ber 2020)