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Schulen trainierten „Toten Winkel“

By 12. April 2020Oktober 21st, 2020No Comments

Erfolg­rei­che Bilanz für die Kam­pa­gne gegen den “Toten Win­kel”. Im Rah­men von “Kre­fel­der Fair­kehr” füh­ren die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter der Poli­zei seit 2002  Trai­nings-Kam­pa­gnen an den Schu­len der Stadt durch. Dabei wur­den bis­her rund 20.000 Schü­ler in fast 500 Klas­sen in Theo­rie und Pra­xis mit der Pro­ble­ma­tik des “Toten Win­kels” kon­fron­tiert. Über 400 Lehrer/​innen und Eltern absol­vier­ten in die­ser Zeit eine mehr­stün­di­ge Vor- und Nach­be­rei­tung zu den Aktio­nen. Die Fotos unten zei­gen eine Vor­füh­rung mit einer Klas­se der Schu­le Wehr­hahn­weg auf dem Park­platz der Braue­rei Königshof.

Der Tri­xi­spie­gel erwei­tert für LKW-Fah­rer den Blick­win­kel beim Abbiegen

Die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter der Poli­zei beglei­ten die Aktio­nen. Bis­her stell­ten 28 Kre­fel­der Spe­di­tio­nen dafür Trucks und Fah­rer unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung. Sie bie­ten damit den Kin­dern die Mög­lich­keit, sich im Füh­rer­haus der Trucks selbst über die Dimen­sio­nen und der Gefähr­lich­keit des “Toten Win­kels” ein Bild zu machen.

Hin­ter­grund: Fah­rer von Last­kraft­wa­gen oder Bus­sen haben beim Abbie­gen nur eine begrenz­te Sicht auf die Berei­che links und rechts und vor ihren Fahr­zeu­gen (“Toter Win­kel”). Trotz gro­ßer Außen- und Zusatz­spie­gel sind bestimm­te Berei­che beson­ders beim Abbie­gen nicht einzusehen.

Eine Befra­gung unter den rund 3.750 Schü­lern, die in den Jah­ren 2002, 2003 und 2004 mit der „Toten-Win­kel-Akti­on“ kon­fron­tiert wur­den, ergab, dass sie sich sehr wohl auch Jah­re spä­ter noch an die Inhal­te des damals ver­mit­tel­ten Wis­sens erin­nern kön­nen und sich auch ent­spre­chend verhalten.

Par­al­lel dazu führt die Stadt ein Pilot­pro­jekt mit den soge­nann­ten Tri­xi-Spie­geln an acht Risi­ko-Kreu­zun­gen durch. Die Erfah­run­gen, die Lkw- und auch Pkw-Fah­rer in den zurück­lie­gen­den acht Mona­ten mit die­sem Spie­gel gemacht haben, sind außer­or­dent­lich posi­tiv. So stell­te etwa die Betriebs- und Werk­statt­lei­tung der Gesell­schaft für Stadt­rei­ni­gung und Abfall­wirt­schaft (GSAK) für die Fah­rer ihrer rund 80 Fahr­zeu­ge fest: “Unse­re Fah­rer füh­ren aus, dass die ange­brach­ten Spie­gel immer dann eine gute Hil­fe­stel­lung dar­stel­len, wenn sie mög­lichst nahe am Kreu­zungs­be­reich ange­bracht sind.” Grund­sätz­lich sei “der Spie­gel an Kreu­zun­gen eine zusätz­li­che Hil­fe­stel­lung zur Ver­mei­dung von soge­nann­ten Tote-Win­kel-Unfäl­len.” Von einer Rei­he von Kre­fel­der Spe­di­tio­nen sowie von den Städ­ti­schen Wer­ken kamen ähn­lich posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen. Der Spie­gel, der auch von schwei­ze­ri­schen Ver­kehrs­si­cher­heits-Exper­ten als sehr effek­tiv ein­ge­stuft wird, kos­tet pro Stück nur ca. 190 Euro. Des­halb wer­den in abseh­ba­rer Zeit wei­te­re pro­ble­ma­ti­sche Kreu­zun­gen in Kre­feld mit “Tri­xi” ausgerüstet.