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Neuer Fairkehr-Kinospot mit Christian Ehrhoff im Krefelder Cinemaxx

By 14. Januar 2015September 14th, 2020No Comments

Auf ein­mal geht alles ganz schnell: Der Fah­rer des wei­ßen Klein­trans­por­ters, abge­lenkt durch sein Han­dy am Ohr, setzt vor dem Gym­na­si­um am Moltke­platz zurück und sieht den jugend­li­chen Fahr­rad­fah­rer nicht. Nur dank einer Voll­brem­sung kann der gera­de noch aus­wei­chen – und das, weil er nicht durch ande­re Akti­vi­tä­ten abge­lenkt ist. Zuvor zeigt der Spot, dass auch er dicke Kopf­hö­rer trägt und eben­falls mit sei­nem Mobil­te­le­fon beschäf­tigt ist. Dann schrei­tet Eis­ho­ckey-Pro­fi Chris­ti­an Ehr­hoff ein: „Im Stra­ßen­ver­kehr ist es wie beim Eis­ho­ckey. Du musst immer zu hun­dert Pro­zent kon­zen­triert sein und mit den Feh­lern ande­rer rech­nen. Dafür brauchst du dei­ne Augen und dei­ne Ohren. Sei kein Ama­teur, bleib auf­merk­sam“, sagt er indem er in die Sze­ne tritt und damit dem neu­en Kino­spot der Initia­ti­ve Fair­kehr ein bekann­tes Gesicht ver­leiht. Der Spot wur­de nun der betei­lig­ten Klas­se 8b des Molt­ke-Gym­na­si­ums und der Pres­se im Cine­ma­xx am Haupt­bahn­hof prä­sen­tiert. Ab sofort läuft er im Rah­men eines „Social-Spon­so­ring“ ein hal­bes Jahr vor den Fil­men und macht so auf die Initia­ti­ve aufmerksam.

Ins­ge­samt 21 000 Euro hat der Spot, pro­du­ziert von der Film­fir­ma Radio Vik­to­ria, gekos­tet, die Hälf­te zahlt das Land, berich­tet Hart­mut Kön­ner, Lei­ter des Fach­be­rei­ches Tief­bau und des Arbeits­krei­ses Ver­kehrs­si­cher­heit. „Durch sol­che Maß­nah­men brin­gen wir uns immer wie­der ins Gespräch, das Geld ist gut ange­legt. Ein Dank geht an Chris­ti­an Ehr­hoff, der sich sofort bereit erklärt hat, kos­ten­los zur Ver­fü­gung zu ste­hen.“ Der Spie­ler des NHL-Teams Pitts­burgh Pen­gu­ins hat­te sich kurz vor der Pre­mie­re per Gruß­bot­schaft aus den USA an die Schü­ler gewen­det und viel Spaß gewünscht. Bei den Dreh­ar­bei­ten wur­de er im Som­mer vor einem Blue-Screen gefilmt und spä­ter in die Sze­nen ein­ge­ar­bei­tet, die vor dem Molt­ke-Gym­na­si­um gedreht wur­den. „Das hat rich­tig viel Spaß gemacht. Auch wenn es unglaub­lich ist, mit wel­chem Auf­wand und wie lan­ge wir für die knap­pe Minu­te gedreht haben“, schil­der­te Chris­toph Hens­sen, Klas­sen­spre­cher der 8b. Ein ers­ter Effekt sei schon zu spü­ren: „Das, was wir dar­ge­stellt haben, hat sich in unser Gewis­sen eingebrannt.“

Ohne groß den Fin­ger zu heben, möch­te die Initia­ti­ve Fair­kehr dies­mal auch die älte­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer zu mehr Vor­sicht auf­ru­fen. Der Fah­rer des Klein­trans­por­ters tele­fo­niert, zusätz­lich beschallt das Radio das Fahr­zeu­g­inne­re. „Dann noch Rück­wärts aus­par­ken und alles im Griff haben, wird schwie­rig“, sagt Poli­zei­di­rek­tor Karl-Josef Klau­er in der Hoff­nung, mög­lichst vie­le Ver­kehrs­teil­neh­mer mit dem Spot zu errei­chen – Jun­ge, wie Alte.

Der Kino­spot ist hier zu sehen: https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​X​T​h​v​u​8​P​W​1sA.

Die Initia­ti­ve „Kre­fel­der Fair­kehr“ ist 1999 in die inten­si­ve Pha­se der Bekämp­fung der Kin­der­un­fäl­le ein­ge­tre­ten. Aus­gangs­punkt waren eine Unter­su­chung und ein Hand­lungs­kon­zept der Ruhr­uni­ver­si­tät Bochum. Zuvor konn­te 1998 die „Stif­tung für Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on“ unter Lei­tung von Klaus Stül­len­berg in Müns­ter-Hil­trup für ein For­schungs­pro­jekt gewon­nen wer­den. Sie beauf­trag­te die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum – Lehr­stuhl für Ver­kehrs­we­sen – mit einer Ana­ly­se von rund 800 Unfäl­len mit Kin­dern und dar­aus resul­tie­rend mit der Ent­wick­lung eines Hand­lungs­kon­zepts. Im Jahr 1999 gab es ins­ge­samt 185 Unfäl­le mit Kin­dern in Kre­feld. Damals lau­te­te das Ziel, die Unfäl­le mit Kin­der­be­tei­li­gung inner­halb von fünf Jah­ren um ein Drit­tel zu sen­ken. Das wur­de bis Ende 2004 geschafft. Das Jahr mit den bis­her wenigs­ten Kin­der­un­fäl­len war 2013, näm­lich 77 (davon 23 pas­siv als Mit­fah­rer in einem Auto). Die Ergeb­nis­se für 2014 lie­gen in Kür­ze vor.

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