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Land fördert Studie zu Kinder-Verkehrssicherheit

By 15. November 2021No Comments

Land för­dert Stu­die zu Kinder-Verkehrssicherheit
Rhei­ni­sche Post 10. Novem­ber 2021

Kre­feld. Die Uni­ver­si­tät Wup­per­tal unter­sucht die Frei­zeit­we­ge von Kin­dern. Das Kre­fel­der Modell will die Mobi­li­tät vor Ort bes­ser, siche­rer und sau­be­rer machen.

Die Stadt Kre­feld erhält För­der­gel­der vom Land Nord­rhein-West­fa­len für die seit 1999 bestehen­de Initia­ti­ve Fair­kehr. Im Lan­des-Wett­be­werb „Vor­an­kom­men NRW“ waren Pro­jek­te gesucht wor­den, die die Mobi­li­tät vor Ort bes­ser, siche­rer und sau­be­rer machen. Kre­feld erhielt eine Bewil­li­gung mit För­der­gel­dern für eine Stu­die der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal zu den Wege­ver­bin­dun­gen, die Kin­der in Kre­feld in ihrer Frei­zeit zurück­le­gen. Auf Basis die­ser Unter­su­chun­gen soll die Frei­zeit­mo­bi­li­tät der Kin­der siche­rer werden.

Hans Hame­st­uk, Lei­ter des Arbeits­krei­ses Ver­kehrs­si­cher­heit für Kin­der, und Micha­el Hüls­mann, Geschäfts­füh­rer der Initia­ti­ve Kre­fel­der Fair­kehr, haben jetzt aus den Hän­den der neu­en NRW-Ver­kehrs­mi­nis­te­rin Ina Bran­des die För­der­ur­kun­de ent­ge­gen­ge­nom­men. Die Kos­ten für die groß ange­leg­te Stu­die belau­fen sich auf 160.500 Euro, die För­der­sum­me des Lan­des liegt bei 80 Pro­zent (128.400 Euro).

Die Initia­ti­ve Fair­kehr ist nach Anga­ben der Stadt ein Kre­fel­der Erfolgs­mo­dell. Die Anzahl der Kin­der­un­fäl­le in Kre­feld konn­te von 169 im Jahr 1999 erfolg­reich auf den Tiefst­wert von 73 Unfäl­len im Jahr 2019 gesenkt wer­den. Deut­lich gesenkt wur­de dabei ins­be­son­de­re die Zahl der Unfäl­le auf Schul­we­gen. Wäh­rend in den ers­ten zehn Jah­ren noch ein deut­li­cher Abwärts­trend zu ver­zeich­nen war, bewegt sich das Unfall­ge­sche­hen in Kre­feld aller­dings seit 2009 nun­mehr in einem schma­len Kor­ri­dor zwi­schen 73 und zuletzt 100 Unfäl­len im Jahr 2020 jähr­lich. Die Stadt­ver­wal­tung hat aller­dings das Ziel, die Unfall­zahl wei­ter zu minimieren.

Ein ers­ter Blick in die Unfall­da­ten zeigt, dass Kin­der ver­stärkt in der Frei­zeit ver­un­glü­cken. An die­sem Punkt set­zen die Stadt Kre­feld und die Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal mit der Stu­die an, die Erkennt­nis­se zur Frei­zeit­mo­bi­li­tät, Ver­kehrs­mit­tel­nut­zung und Ver­kehrs­ver­hal­ten von Kin­dern zwi­schen sechs und unter 15 Jah­ren lie­fern soll.

Ziel des Vor­ha­bens ist, neue Hand­lungs­fel­der für die Kre­fel­der Ver­kehrs­si­cher­heits­ar­beit zu ermit­teln und die Zahl der Unfäl­le mit Kin­dern zu sen­ken. Frei­zeit­mo­bi­li­tät von Kin­dern ist bis­her kaum erforscht. In der Stu­die soll ein Metho­den­mix ange­wandt wer­den: Befra­gun­gen, Beob­ach­tun­gen, digi­ta­le und ana­lo­ge Ansät­ze im Feld der Frei­zeit­mo­bi­li­tät und Ver­kehrs­si­cher­heit wer­den vor­ge­nom­men. Die Stu­die ist modell­haft und soll auch in ande­ren Städ­ten Schluss­fol­ge­run­gen erlau­ben. Es soll auch ein Abgleich mit bun­des­wei­ten Erkennt­nis­sen erfol­gen, um auf die­sem Weg gene­rel­le Aus­sa­gen zum Mobi­li­täts­ver­hal­ten von Kin­dern im Schul- und Frei­zeit­ver­kehr zu erlangen.

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(Rhei­ni­sche Post 10. Novem­ber 2021)