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Erste Krefelder „Elternhaltestelle“ wurde in Uerdingen eröffnet

By 18. August 2015Januar 11th, 2021No Comments

Die Eltern, Leh­rer und Schü­ler der Edith-Stein-Grund­schu­le in Uer­din­gen haben sich ent­schlos­sen, die ers­te „offi­zi­el­le“ Eltern­hal­te­stel­le in Kre­feld ein­zu­rich­ten. Mit viel Ein­satz in der Vor­be­rei­tung, so wur­de zum Bei­spiel das jähr­li­che Schul­fest unter dem Mot­to, „wir gehen sicher zur Schu­le“ ver­an­stal­tet, wur­den die Wei­chen für die Umset­zung die­ses Kon­zep­tes gestellt. Dabei waren die Kre­fel­der Poli­zei, die Ver­kehrs­wacht und die Ver­kehrs­si­cher­heits­in­itia­ti­ve „Kre­fel­der FAIRKEHR“ behilf­lich. Am Mon­tag, 17. August 2015 wur­de die ers­te Eltern­hal­te­stel­le in Kre­feld ihrer Nut­zung übergeben.

Elternhaltestelleschild

Alle Akteu­re sind sich einig, dass man Am Lindenplatz/​Arndtstraße eine geeig­ne­te Ört­lich­keit gefun­den hat. Die dor­ti­gen Anwoh­ner haben zwar zum Teil noch nach­voll­zieh­ba­re Ein­wän­de und wol­len sich erst selbst noch über­zeu­gen las­sen. Aber auch hier steht der Wunsch, alles Not­wen­di­ge zu tun, um die Ver­kehrs­si­cher­heit für Kin­der zu ver­bes­sern im Vor­der­grund. Auch die dort ansäs­si­ge Moschee­ge­mein­de leis­tet ihren Bei­trag und stellt ihren über­dach­ten Vor­platz bei Regen­wet­ter zum Auf­ent­halt für war­ten­de Kin­der zur Ver­fü­gung. Genau­so funk­tio­niert eine gemein­sa­me Akti­on. Die rund 250 Meter Weg­stre­cke vom Lin­den­platz zur Schu­le an der Tra­a­rer Stra­ße wer­den von Mit­glie­dern der Eltern­in­itia­ti­ve überwacht.

Elternhaltestelle

 

Das The­ma Ver­kehrs­si­cher­heit für Kin­der steht in Kre­feld schon seit vie­len Jah­ren an obers­ter Stel­le. Seit­dem sich die Initia­ti­ve Kre­fel­der FAIRKEHR im Jahr 1999 gebil­det hat, bemü­hen sich die dar­in ver­bun­de­nen Part­ner, die Stadt Kre­feld, das Poli­zei­prä­si­di­um Kre­feld und die Ver­kehrs­wacht, dar­um, mög­lichst vie­le ver­kehrs­si­chern­de Aspek­te zu berücksichtigen.

 

Neben der Gestal­tung des Ver­kehrs­rau­mes, der Ahn­dung von Ver­kehrs­ver­stö­ßen und der Ver­kehrs­auf­klä­rung für Kin­der und Jugend­li­che, rückt dabei auch die Fest­stel­lung in den Blick­punkt, dass die Eltern unse­rer Kin­der ein hohes Maß an Ver­ant­wor­tung mit­tra­gen. Ins­be­son­de­re der Weg von und zur Schu­le stellt für Eltern ein Pro­blem dar. Aus Angst, dass ihre Kin­der Opfer von Ver­kehrs­un­fäl­len oder Über­grif­fen wer­den könn­ten, schrän­ken vie­le von ihnen die Mobi­li­tät ihrer Kin­der kon­ti­nu­ier­lich ein. Manch­mal ist natür­lich auch Gewohn­heit oder die rei­ne Bequem­lich­keit der Grund, war­um der Nach­wuchs mit dem „Eltern­ta­xi“ bis unmit­tel­bar vor das Schul­tor gefah­ren wird. Durch ver­bots­wid­ri­ges Hal­ten oder ris­kan­te Wen­de­ma­nö­ver behin­dern sie dabei nicht nur ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer, son­dern gefähr­den auch die Kin­der – die eige­nen übri­gens eingeschlossen.

 

Nach über­wie­gen­der Exper­ten­mei­nung ist es für Kin­der bes­ser, den Weg zur Grund­schu­le zu Fuß zurück­zu­le­gen, sofern die Schul­we­ge sicher sind und anhand von Schul­weg­plä­nen ein­ge­übt wur­den. Da wo Schul­we­ge in der Pra­xis Defi­zi­te in der Ver­kehrs­si­cher­heit auf­wei­sen, brin­gen vie­le Eltern ihre Kin­der jedoch lie­ber mit dem Auto zur Schule.

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Um den­noch für eine Ent­las­tung der häu­fig chao­ti­schen Abläu­fe unmit­tel­bar vor der Schu­le zu sor­gen, schlägt die Initia­ti­ve Kre­fel­der FAIRKEHR die Ein­rich­tung von Hol- und Bring­zo­nen vor, den soge­nann­ten Eltern­hal­te­stel­len. Hier kön­nen die Kin­der – in der Nähe zur Schu­le – von ihren Eltern in Berei­chen abge­setzt wer­den, die sich fuß­läu­fig güns­tig zur Schu­le befin­den und an denen deut­lich ein­fa­cher ange­hal­ten wer­den kann. Viel­leicht schlie­ßen sich ande­re Kre­fel­der Grund­schu­len in Kür­ze dem Bei­spiel der Uer­din­ger Grund­schu­le an.