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Aktion Zweirad – Verkehrssicherheitsaktion

By 29. Oktober 2010Januar 11th, 2021No Comments

Im Jah­re 2009 ver­un­glück­ten 328 Fahr­rad­fah­rer, davon einer mit töd­li­chen Ver­let­zun­gen. Leicht­sinn, Bequem­lich­keit und man­geln­de Nor­men- akzep­tanz füh­ren immer wie­der zu Ver­kehrs­un­fäl­len mit erschre­cken- den Fol­gen, meist für den Fahr­rad­fah­rer. An vie­len Ver­kehrs­un­fäl­len tra­gen Fahr­rad­fah­rer durch eige­nes Fehl­ver­hal­ten bei. Die häu­figs­ten Ursa­chen sind – Benut­zung des Rad­we­ges in fal­scher Rich­tung – Alko­hol – Nicht­be­ach­ten der Vor­fahrt – Feh­ler beim Ein­fah­ren in den flie­ßen­den Ver­kehr – Feh­ler beim Abbie­gen und Nicht­be­ach­ten von Lichtsignalanlagen. 

Bei den ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern fin­den sich unfall­träch­ti­ge Ver­hal­tens­wei­sen in – Par­ken auf Rad­we­gen – Feh­ler beim Abbie­gen und Ein­fah­ren in den flie­ßen­den Ver­kehr sowie unacht­sa­mes Öff­nen der Fahrzeugtüren. 

Der Rad­fah­rer ist unge­schützt, hat kei­ne Knautsch­zo­ne, kei­nen Air­bag und kei­nen Sicher­heits­gurt. Ein rich­tig pas­sen­der Fahr­rad- helm kann hier Leben retten. 

Zudem ist eine hel­le und gut reflek­tie­ren­de Beklei­dung ein Sicher- heits­fak­tor, recht­zei­tig gese­hen zu wer­den. Hel­le Beklei­dung reicht nicht aus. Auch sie soll­te min­des­tens retro­re­flek­tie­ren­de Appli­ka­tio­nen ent­hal­ten. Ein Fuß­gän­ger mit dunk­ler Klei­dung ist im Abblend­licht eines Fahr­zeu­ges auf 25m sicht­bar, mit hel­ler Klei­dung auf 40m. Bei die­sen Distan­zen bleibt dem Auto­fah­rer kaum Zeit zu reagie­ren. Ein lang­sa­mer Ver­kehrs­teil­neh­mer mit retro­re­flek­tie­ren­den Mate­ria­li­en ist dage­gen schon auf 140m sichtbar. 

Mit dem Herbst beginnt die dunk­le Jah­res­zeit. Der kor­rek­te tech­ni­sche Zustand der Fahr­rä­der beson­ders ist des­halb beson­ders wich­tig. Beson­ders licht­tech­ni­sche Ein­rich­tun­gen und Brem­sen sind regel­mä­ßig zu über­prü­fen. Min­des­tens ein­mal in der Woche soll­ten Eltern sich die Zeit neh­men, den tech­ni­schen Zustand des Fahr­ra­des ihres Kin­des zu über­prü­fen. Die Erfah­rung zeigt, dass Kin­der trotz guten Wil­lens häu­fig ver­ges­sen, even­tu­el­le Schä­den den Eltern mitzuteilen. 

Am Mitt­woch, 17. Novem­ber ist ein Akti­ons­stand gemein­sam mit dem ADFC und dem Zwei­rad­me­cha­ni­ker-Hand­werk im Innen­stadt­be­reich vor­ge­se­hen. Der genaue Akti­ons­stand­ort wird zeit­ge­recht vor­her mit­ge­teilt. Hier­bei wer­den Fahr­rä­der auf ihren tech­ni­schen Zustand geprüft, ggf. leich­te Repa­ra­tu­ren ange­bo­ten und es fin­den auf­klä­ren­de Infor­ma­ti­ons­ge­sprä­che statt. 

Kommt zum feh­ler­haf­ten Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr das Fah­ren ohne Licht hin­zu, ist der Unfall kaum noch zu vermeiden! 

Kon­trol­len füh­ren immer wie­der zu erschre­cken­den Ergeb­nis­sen. Bis zu 50% der über­prüf­ten Fahr­rä­der wei­sen erheb­li­che Män­gel auf. 

Die Poli­zei Kre­feld führt nach den Herbst­fe­ri­en schwer­punkt­mä­ßi­ge Ver­kehrs­über­wa­chun­gen im Stadt­ge­biet Kre­feld durch. Hier­bei wird neben unfall­träch­ti­gem Fehl­ver­hal­ten als Fahr­rad­fah­rer, die Über­prü­fung der licht­tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen an den Fahr­rä­dern im Mit­tel­punkt ste­hen. Zusätz­lich erfol­gen durch die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter des Ver­kehrs­kom­mis­sa­ria­tes Prä­ven­ti­on Sicher­heits­ak­tio­nen an den wei­ter­füh­ren­den Schu­len und im Stadtgebiet.