29 Mrz

Zwei Kinder bei Fahrrad-Wettrennen schwer verletzt

Bei einem Wettrennen mit dem Fahrrad sind am Mittwochnachmittag, 28.03.2012, zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die 12 und 14 Jahre alten Mädchen wollten gegen 16.10 Uhr auf der Grießbacher Straße in Krefeld-Oppum ein Wettrennen mit ihren Fahrrädern fahren. Dabei wollten sie in entgegengesetzte Richtungen um den Straßenblock fahren und sich in Höhe einer Laterne wieder treffen. Beide trafen fast zeitgleich bei der Laterne ein, sahen sich allerdings zu spät und stießen frontal zusammen. Die 14-Jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die 12-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon.
28 Mrz

Verkehrserziehung mit Puppentheater: Regeln sind „pillepuppe einfach“

Die mobile Puppenbühne der Krefelder Polizei erklärt sicheres Verhalten auf der Straße. Verkehrserziehung ist ein langsamer Prozess, der mindestens bis zum achten Schuljahr dauert. Meistens ergibt sich im vierten Schuljahr das Problem, dass der Schulweg nun auf dem Fahrrad absolviert werden muss. In allen Fällen ist das Verhalten der Eltern wichtiges Vorbild. Zu den neuen Zielen in der Verkehrserziehung der Krefelder Polizei gehört, „mit einer Sprache“ zu sprechen. Man hat sich von der alten Regel, erst nach links, dann nach rechts und dann noch einmal nach links zu schauen, bevor man die Straße überquert, verabschiedet. „Rechts und links“, das sei Erwachsenensichtweise, zweimal auf jede Seite schauen, kann jedes kleine Kind umsetzen. Verkehrserziehung fängt bei den Eltern an. Da können Polizisten und Lehrer noch so viel aufklären, belehren und appellieren: Entscheidend ist, was die Eltern ihren Kindern vorleben, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten. Aus diesem Grund hatten die Polizeihauptkommissare Rolf Rönsch und Helmut Bott auch die Eltern der Erstklässler zu ihrem verkehrserzieherischen Puppenspiel in die Montessori-Grundschule an der Minkstraße eingeladen. Etwa 25 Mütter und Väter kamen am Dienstagvormittag in den Musiksaal der Schule. „Der Elternanteil ist rückläufig bei diesen Veranstaltungen“, erklärt Bott, „aber bei einem reinen Elternabend zur Verkehrserziehung kommen noch weniger“. „Es ist wichtig, einen Weg mit den Kindern einzuüben, mit klaren Absprachen.“ Helmut Bott, Krefelder Hauptkommissar Ungewöhnliche Talente offenbarten die beiden Krefelder Polizisten, denn als Puppenspieler faszinierten sie die Sechsjährigen und ihre Eltern. Solche Fähigkeiten gehören nicht zum Berufsbild, aber mit einigen Monaten Fortbildung als „Polizei-Puppenspieler“ kann man es hier auch zu überzeugenden Leistungen bringen. Seit mehr als zehn Jahren tourt die mobile Puppenbühne durch die Krefelder Grundschulen. Wichtigstes Lernziel für die Erstklässler ist das sichere Überqueren einer Straße. Die Handpuppe Kevin bringt es dem Hund Felix bei: „Es ist pillepuppe einfach, über eine Straße zu gehen!“ Bei seiner Trockenübung auf einem Parkweg lernen der Hund und die Kinder, dass man auf dem Gehweg geht, am Stoppstein (der Bordsteinkante) steht und dann zweimal auf jede Seite guckt, bevor man die Fahrbahn überquert. So einfach und klar das Ganze auf der Bühne ist, das richtige Leben bietet da mehr Schwierigkeiten und fordert auch die Eltern sehr heraus. Rönsch rät den Eltern: „Fahren Sie nicht bis zur Schule vor und lassen Sie dann nicht Ihre Kinder im absoluten Halteverbot aussteigen! Planen Sie 20 Minuten Zeit mehr ein und parken Sie 200 Meter vor der Schule ordnungsgemäß.“ Von dort sollten die Kinder zur Schule laufen. Danach sind die Kleinen schon etwas abreagiert und damit besser für den Unterricht vorbereitet. Kinder müssen im Straßenverkehr ihre eigenen Erfahrungen machen Das Einüben des richtigen Verhaltens auf dem Schulweg gehört zu den Aufgaben der Eltern: „Es ist wichtig, einen Weg mit den Kindern einzuüben, mit klaren Absprachen, aber dann auch die Kinder alleine gehen zu lassen. Das Kind muss die Verantwortung zurückbekommen, an Mutters Hand funktioniert das nicht“, weiß Bott. Die beiden Polizisten erklären einstimmig, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen müssen. Man kann ihnen nicht alles erklären, was passieren kann. Auch für die Mutter Judith Kesper, die das Puppenspiel mitverfolgt hat, bedeutet das, an sich selbst zu arbeiten. „Man muss die Kinder rauslassen, dass sie es lernen“. Die Anregung, schon früher das Auto zu verlassen und auch das Überqueren der Straße an einer Ampel einzubeziehen, wird sie gerne aufgreifen.
16 Mrz

Verkehrswacht Krefeld: Seit über 10 Jhren wird erfolgreiche Aufklärungsarbeit geleistet!

Seit über sechs Jahrzehnten leistet die Verkehrswacht Krefeld erfolgreiche Aufklärungsarbeit. Lustig kann man überall sein, nur nicht im Straßenverkehr.“ Rolf Rönsch, Geschäftsführer der Verkehrswacht Krefeld weiß, wie leichtsinnig sich Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene im Straßenverkehr verhalten. Als Fahrradfahrer oder Fußgänger habe man es besonders schwer. „Der Verkehr in Krefeld ist zu sehr auf die Autofahrer und weniger auf die schwachen Verkehrsteilnehmer ausgerichtet. Das hat sich leider noch nicht geändert.“ Um auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und die Menschen zu sensibilisieren, leistet die Verkehrswacht Krefeld aktive Arbeit in der Verkehrserziehung und -aufklärung. Dabei arbeitet der Verein, der 1950 gegründet wurde, eng mit der Polizei, den Behörden und Veranstaltern zusammen. „Wir sind aber vollkommen unabhängig und vertreten überparteilich die Interessen aller Verkehrsteilnehmer“, sagt Rönsch. Mitbeteiligt ist die Verkehrswacht Krefeld auch an den gemeinsamen Aktionen Toter Winkel und Fairkehr der Stadt und Polizei. „Dadurch konnten die Kinderunfälle in Krefeld innerhalb von zehn Jahren halbiert werden“, sagt der Geschäftsführer der Verkehrswacht. Radfahrtrainings an Schulen, Beleuchtungsaktionen für Kraftfahrzeuge und Bereitstellung von Lernmaterial für Kindergärten – die Verkehrswacht tritt mit vielen Aktionen und Programmen in Erscheinung. Bei sportlichen Großveranstaltungen, Karnevalsumzügen oder dem alljährlichen Flachsmarkt sieht man sie mit orangefarbener Warnkleidung auf den Straßen agieren – die Verkehrswacht-Kadetten. Sie machen die Jugendabteilung der Verkehrswacht aus. „Die Kadetten sind lebende Verkehrszeichen. Zwei bis drei von ihnen ersetzen einen Polizeibeamten“, sagt Rönsch. Neu ist die landesweite Aktion Crashkurs für ältere Schüler und Azubis. Am 1.Mai ist die Verkehrswacht am WZ-Familientag auf der Rennbahn vertreten, am 16. Juni eine große Aktion auf dem Neumarkt geplant. Einen ebenso wichtigen ehrenamtlichen Beitrag wie die Kadetten leisten die Elternlotsen. „In Krefeld sind etwa 200 Lotsen im Einsatz“, sagt Rönsch, allein 100 in Hüls. „Keine Ampel und kein Zebrastreifen ist so sicher wie ein Überweg mit Lotse.“ Mit großem Bedauern hat die Verkehrswacht auf die Schließung der Jugendverkehrsschule reagiert. „Jeder Euro, der durch die Schließung eingespart wird, kann ein Menschenleben kosten“, sagt Geschäftsführer Rönsch, der sich für den Erhalt der Institution einsetzen will.
16 Mrz

Verkehrserziehung im Kindergarten: Sicher im Straßenverkehr

Um Kinder gegen die täglichen Gefahren zu wappnen, kommen Bezirksbeamte in die Kindergärten und zeigen richtiges Verhalten. Jeden Tag erleben Kinder im Verkehr unzählige spannende oder ängstigende Situationen. Darauf müssen sie vorbereitet werden. Um Gefahren zu minimieren und Unfälle mit Kindern zu verhindern, kommen die Bezirksbeamten in die Kindergärten, trainieren das richtige Verkehrsverhalten mit den Kleinen und – ganz wichtig – sprechen mit den Eltern. Nicht zuletzt wollen sie gute Bekanntschaft mit den Mädchen und Jungen machen. Gerade jetzt fand ein zweitägiger Besuch der „Kindergarten-Cops“ zum Thema Verkehrserziehung im Montessori-Kinderhaus an der Oppumer Hauptstraße statt. „Das führen wir regelmäßig durch“, erklärt Kinderhaus-Leiterin Kerstin Jagodic. „Kleine Kinder sehen anders, hören anders und reagieren anders als Erwachsene“, erklärt der Bezirksbeamte, Polizeioberkommissar Klaus Dieter Spring, dem Kreis interessiert zuhörender Mütter. „Mit vier oder fünf Jahren stoßen sie oft noch an entwicklungsbedingte Grenzen. Wir Polizisten sehen die Kinder einmal im Jahr, im Kindergarten sind sie an rund 220 Tagen und zu Hause befinden sie sich täglich. Verantwortlich für die Verkehrserziehung sind die Eltern.“ Die Kinder lernen über die Sinne; die sind aber noch nicht gänzlich ausgeprägt. Spring: „Sie können kaum erkennen, ob ein Sechstonner mit 50 Stundenkilometern naht, oder die Oma mit dem Fahrrad. Sie sind also nicht fähig, Entfernungen und Geschwindigkeiten abzuschätzen.“ Kinder sind nicht in der Lage, Geräusche zu filtern und zu hören, aus welcher Richtung sie kommen, und sie können sich nur auf eine Sache konzentrieren. „Sie können nur Fahrradfahren, einen Freund sehen oder die Mutter hören.“ In zwei Monaten findet ein Überprüfungsspaziergang, die Fußgängerprüfung, statt. Die schöne bunte Teilnahmeurkunde gibt es für die Kinder nur, wenn sie am Termin mit je einem Erziehungsberechtigten teilnehmen. Darüber hinaus muss das richtige Verhalten im Verkehr immer wieder geübt werden. Dann gratuliert auch Freddy Fair. Krefelder Fairkehr berichtet: „In Krefeld verunglückten im Jahr 2011 insgesamt 98 Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr, 20 davon als passive Verkehrsteilnehmer. Diese Zahlen hat der Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Kinder in Krefeld – bekannt als „Krefeld Fairkehr“ – als bislang zweitbestes Ergebnis seiner Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit in der Stadt bewerten können. Im Vergleich zu den schon sehr guten Jahren 2006 (104), 2008 (97) und 2009 (bestes Ergebnis mit 87 Unfällen) reiht sich das Ergebnis von 2011 gut ein. Im Vergleich zu 1999 (185 Verunglückte), als die Initiative „Krefelder Fairkehr“ ihre Arbeit aufnahm, sind die Unfallzahlen der Kinder bis 14 Jahren annähernd halbiert worden.“ Der Blickwinkel von Kindern ist zudem eingeschränkt. Sie sehen nicht aus der gleichen Höhe, wie Erwachsene und werden deshalb auch nicht gesehen. Und kleine Mädchen und Jungen sind spontan und nicht berechenbar. „Sie sind keine kleinen Erwachsenen.“ Aber sie ahmen die Eltern immer nach. „Eltern können den Kindern viel erzählen. Die Kleinen werden es immer so machen, wie es ihnen die Eltern vorleben.“ Also aufgepasst. Gut hören können die Kleinen auf dem Kindergartengelände vor allem das Martinshorn des Einsatzwagens. Sie haben ihren Spaß. „Herr Spring, mach es noch einmal“, rufen sie. Can trägt stolz die Anhalte-Kelle, Paulina hat die Polizei-Mütze auf dem Kopf und Maritt trägt Leuchtwarnweste und Trillerpfeife. Da kommt Laune auf. Das Blaulicht ist ebenso faszinierend wie die roten Buchstaben in Spiegelschrift für den voranfahrenden Autofahrer. „Herr Frühling“, wie die Kinder ihn nennen, hat die Geduld weg und erklärt ausführlich. Ebenso Kradfahrer Bernd Buss, der mit dem einzigen blauen Motorrad Krefelds gekommen ist. „Dass sie einmal darauf sitzen durften, werden sie nie vergessen“, wissen die Beamten. Die Kleinen lächeln selig. Dann geht es nach drinnen in die Turnhalle. Nach der Spielerei draußen wird es nun ernst. Spring und Polizeihauptkommissar Peter Kolominski erklären, was es an der blauen Uniform so alles zu sehen gibt: Das Wappen mit Pferd, Blume und Fluss, die Mütze mit den Deutschlandfarben und auf Hose, Hemd und Jacke, überall steht Polizei darauf. „Wenn Ihr Hilfe braucht, kommt zu uns“, erklären die Beamten eindringlich. „Wenn ich mit meinen Eltern weggehe, machen wir immer einen Treffpunkt aus“, erzählt Svenja. In NRW war einmal ein Schnüffelschwein im Einsatz Die Kinder wissen auch, dass die Polizei Hunde und Pferde in ihren Reihen hat, nur ein Nasenbär zum Schnüffeln ist nicht dabei, berichtigt Spring einen Jungen. „Aber in NRW gab es einmal ein Schnüffelschwein. Das ist kein Scherz. Sie riechen besser als Hunde.“ Die Kinder lachen. Die Notrufnummer „110“ haben sie fast alle drauf, auch die eigene Adresse. Und dann geht es mit Eltern und Kindern wieder nach draußen. Auf Oppums Straßen lernen alle, dass der Bürgersteig richtig Gehweg heißt und die Straße ist eine Fahrbahn. „Der Bordstein ist ab heute der Stoppstein“, prägt Spring den Kindern ein und ab sofort wissen sie auch, dass der kürzeste Weg über die Fahrbahn gerade verläuft und der sicherste ist. In zwei Monaten findet ein Überprüfungsspaziergang, die Fußgängerprüfung, statt. Die schöne bunte Teilnahmeurkunde gibt es für die Kinder nur, wenn sie am Termin mit je einem Erziehungsberechtigten teilnehmen. Darüber hinaus muss das richtige Verhalten im Verkehr immer wieder geübt werden. Dann gratuliert auch Freddy Fair.
11 Mrz

Achtjährige von Auto erfasst

Am Freitagmorgen, den 09.03.2012, gegen 11.55 Uhr ist ein acht Jahre altes Mädchen auf der Friedrichstraße verletzt worden. Das Mädchen hatte die Straße überqueren wollen. Dabei wurde sie auf Höhe der Hausnummer 25 vom Wagen einer 40-jährigen Krefelderin erfasst, die in Richtung Friedrichplatz fuhr. Die Friedrichstraße ist in diesem Bereich mit einer 30 km/h-Streckengeschwindigkeitsbegrenzung ausgewiesen. Das Mädchen konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, wird noch ermittelt. Die Friedrichstraße wurde nach dem Unfall zur Beweisaufnahme für rund eine Dreiviertelstunde von der Polizei gesperrt.
11 Mrz

Rollerfahrer fährt 14-jährigen Radler um und flieht

Bei einem Unfall am Donnerstagnachmittag, den 08.03.2012, um 16.45 Uhr ist ein 14 Jahre alter Radfahrer aus Krefeld verletzt worden. Der Verursacher, ein Rollerfahrer, ergriff die Flucht. Der 14-Jährige war mit seinem Rad auf der Oberdießemer Straße unterwegs und bog nach rechts in die Straße Am Riddershof ein. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Rollerfahrer, wobei der Radfahrer zu Fall kam. Der Rollerfahrer fuhr anschließend, ohne sich um den Unfall zu kümmern, nach links in die Oberdießemer Straße und entfernte sich. Der 14-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt.
05 Mrz

Zahl der Kinderunfälle 2011 auf zweitniedrigstem Stand

Wieder ein gutes Ergebnis seit Beginn der Initiative „Krefelder Fairkehr" In Krefeld verunglückten im Jahr 2011 insgesamt 98 Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr, 20 davon als passive Verkehrsteilnehmer. Diese Zahlen hat der Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Kinder in Krefeld – auch bekannt als Initiative „Krefeld Fairkehr“ – als bislang zweitbestes Ergebnis seiner Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit in der Stadt bewerten können. Im Vergleich zu den schon sehr guten Jahren 2006 (104), 2008 (97) und 2009 (bestes Ergebnis mit 87 Unfällen) reiht sich das Ergebnis von 2011 recht ordentlich ein. Im Vergleich zu 1999 (185 Verunglückte), als die Initiative „Krefelder Fairkehr“ ihre Arbeit aufnahm, sind die Unfallzahlen in der Altersgruppe der Kinder bis 14 Jahre annähernd halbiert worden. Im Focus der Initiative von Stadt, Polizei und Verkehrswacht stand im vergangenen Jahr einmal mehr die Gruppe der zehn bis 14 Jahre alten Radfahrer. Die Polizei kontrollierte verstärkt im Umfeld der Schulen, die Schulverwaltung gab für jede Schule neue Radwegepläne heraus. Trotzdem ist die Zahl der auffälligen und als nicht „verkehrssicher“ eingestuften Räder wieder gestiegen. Insgesamt aber kann „Fairkehr“ erfreuliche Zahlen vorweisen. Verunglückten 2007 noch 64 Kinder dieser Altersgruppe auf Fahrrädern, reduzierte sich diese Zahl 2010 deutlich auf 44 Unfälle (auch wenn hier im Vergleich zum Vorjahrsergebnis wieder eine Steigerung um zehn Unfälle zu verzeichnen war). Handlungsbedarf bestand aus Sicht der Verantwortlichen vor allem im Einwirken auf das mangelnde Risikobewusstsein besonders der Jungen in dieser Altergruppe, dem weiter mit verstärkter Aufklärung auch an den Schulen entgegengetreten werden muss. Während seit Jahren ziemlich konstant um die 40 Mädchen verunglückten, lag die Zahl der verunglückten Jungen regelmäßig höher. Wurde im Jahr 2010 fast ein Gleichstand erreicht - 42 Mädchen und 45 Jungen – so war die Differenz in 2011 bei 40 Mädchen und 58 Jungen wieder sehr viel deutlicher zu sehen. Ein Todesfall musste 2011 nicht beklagt werden. Zuletzt verunglückte 2008 ein Jugendlicher tödlich. Die Zahl der schwer verletzten Kinder ist 2011 mit 21 Jugendlichen im Vergleich zu 1999, wo es 41 Schwerverletzte gab, zwar halbiert worden. Gegenüber 2010 (14) ist die Zahl der schwerer verletzten Kinder jedoch signifikant gestiegen. Das beste Ergebnis war 2008 zu verzeichnen, als die Polizei lediglich neun Unfälle mit anschließender stationärer Behandlung in einem Krankenhaus registrierte. Die Ursache für den tendenziellen Rückgang sehen die Fachleute vor allem im verminderten Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs auf Krefelder Straßen. Die unvermindert hohe Zahl der Verkehrskontrollen von Polizei und Stadt habe auch 2011 dazu geführt, dass sich die registrierten Tempo-Verstöße in den letzten Jahren kontinuierlich verringert haben. Fahrzeuge mit Krefelder Kennzeichen, die die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen sehr deutlich überschreiten, gibt es nahezu überhaupt nicht mehr. Als „richtige Raser“ gehen den Verkehrskontrolleuren von Polizei und Ordnungsamt vor allem auswärtige Fahrer ins Netz. Zur Gesamtbilanz gehört jedoch auch der Hinweis, dass es immer wieder Schwankungen bei der Unfallentwicklung gibt. So waren 2004, 2006 und 2008 „erfolgreiche“ Jahre mit geringen Verletztenzahlen, während in 2005, 2007, 2009 und eben auch 2011 Rückschläge hingenommen werden mussten. Von den Verantwortlichen war deshalb auch stets betont worden, dass eine seriöse Bewertung des Unfallgeschehens nur über einen längeren Zeitraum möglich sei. Dabei war auffällig im Jahr 2011, so der Leiter der Direktion Verkehr der Krefelder Polizei, Karl-Josef Klauer, dass bis einschließlich September die Unfallzahlen noch niedriger als in 2010 waren. Erst die letzten drei Monate, die für den statistischen Durchschnittsnovember und -dezember recht ungewöhnlich, eine Vielzahl an trockenen und teilweise noch recht warmen Tagen brachten, ließen die 2011er Statistik dann gegenüber dem Vorjahr noch deutlich ins Hintertreffen geraten. „Umso wichtiger ist es, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, denn die Sicherheitskonzeption für die Kinder ist eine dauerhafte Aufgabe. Es gilt: Der Weg ist richtig und erfolgreich, aber noch längst nicht zu Ende“, betonte Hartmut Könner, Leiter des Arbeitskreises „Krefelder Fairkehr“. 1999 ist die Initiative „Krefelder Fairkehr“ in die intensive Phase der Bekämpfung der Kinderunfälle eingetreten. Ausgangspunkt waren eine Untersuchung und ein Handlungskonzept der Ruhruniversität Bochum. Zuvor konnte 1998 die „Stiftung für Kriminalprävention“ unter Leitung von Klaus Stüllenberg in Münster-Hiltrup für ein Forschungsprojekt gewonnen werden. Sie beauftragte die Ruhr-Universität Bochum – Lehrstuhl für Verkehrswesen – mit einer Analyse von rund 800 Unfällen mit Kindern und daraus resultierend mit der Entwicklung eines Handlungskonzepts. Einen wichtigen Beitrag zum Rückgang der Unfallzahlen mit Kindern leisteten auch die zahlreichen baulichen Maßnahmen (seit 1999 insgesamt gut 380) im Straßennetz. Die Politik in Krefeld trug ebenso mit erheblichen finanziellen Mitteln zur Erfolgsgeschichte von „Fairkehr“ bei. Insgesamt stellten Stadt Krefeld und das Land in den vergangenen dreizehn Jahren rund drei Millionen Euro für die Arbeit der Initiative bereit. Polizei und Stadt heben nach dreizehn Jahren gemeinsamer Arbeit hervor: Der „Krefelder Fairkehr“ ist kein Projekt, sondern selbstverständlicher Bestandteil der Alltagsorganisation zahlreicher Behörden und Institutionen geworden. Die Initiative beeinflusst seit Jahren viele behördliche, politische und pädagogische Entscheidungen.