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Krefeld: Unfallzahlen mit Kindern sollen weiter sinken

By 17. Februar 2026No Comments

Eine Studie der Uni Wuppertal zeigt auf, wie die Zahl der Unfälle mit Kindern in Krefeld sinken kann.
Westdeutsche Zeitung 03. Februar 2026

Über eine Forschungsstudie der Uni Wuppertal in Krefeld zum Thema Sicherheit von Kindern im Verkehr war im Vorjahr ein politischer Streit entbrannt. Der damalige Vorwurf von Ratsfrau Björna Althoff (LUKS): Die Stadtverwaltung halte die Ergebnisse zurück. Nun aber liegen besagte Ergebnisse endlich vor und werden am Mittwoch, 4. Februar, 17 Uhr, im Rahmen der Sitzung der Bezirksvertretung Nord im Rathaus Bockum erstmals präsentiert. In den nächsten Wochen folgen vier weitere Bezirksvertretungen.

Ab 2021 systematisch untersucht worden ist das Unfallgeschehen im Hinblick auf Kinder als Beteiligte auf Schul- und Freizeitwegen. Das Verkehrsministerium NRW förderte diese Studie mit 128 400 Euro. Anfang 2024 endete der Untersuchungszeitraum. Es wurden methodisch die polizeilichen Unfalldaten aus den Jahren 2013 bis 2023 ausgewertet. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 761 Kinderunfälle mit 836 verunglückten Kindern dokumentiert, davon 674 Unfälle mit aktiver Beteiligung der Kinder. Darüber hinaus wurden Befragungen an 14 Grundschulen und sechs weiterführenden Schulen vorgenommen. Insgesamt wurden 5645 Kinder erreicht, von deren Familien 2125 Rückmeldungen eingingen. Ergänzend fanden Verhaltensbeobachtungen an 31 Querungsstellen statt, bei denen insgesamt 2036 Querungen dokumentiert wurden.

„Die Analyse der Unfalldaten zeigt, dass mehr als 57 Prozent der Unfälle mit aktiver Kinderbeteiligung beim Überqueren von Straßen passieren“, teilt die Stadt Krefeld mit. Ein Großteil der erfassten Unfälle – rund 70 Prozent – ereigneten sich auf Hauptschulwegen sowie im Schulumfeld. Zudem sei die Unfallwahrscheinlichkeit an Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gegenüber Tempo-30-Straßen deutlich erhöht. Die Studie leitet ab, dass Verbesserungen im Umfeld von Schulen, insbesondere im Umkreis von 400 bis 500 Metern um Schulen sowie auf Hauptschulwegen, einen entscheidenden Hebel zur Reduzierung der Unfallzahlen darstellten.

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(Westdeutsche Zeitung 03. Februar 2026)