16 Mrz

Zahl der Kinderunfälle 2014 auf zweitniedrigstem Stand

– Das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Initiative „Krefelder Fairkehr“

 In Krefeld verunglückten im Jahr 2014 insgesamt 84 Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr, 23 davon als passive Verkehrsteilnehmer. Diese Zahlen hat der Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Kinder in Krefeld – auch bekannt als Initiative „Krefeld Fairkehr“ – als das bisher zweitbeste Ergebnis seiner Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit in der Stadt bewerten können. Im Vergleich zu den schon sehr guten Jahren 2006 (104), 2008 (97), 2010 (bisher zweitbestes Ergebnis mit 87 Unfällen), 2012 (ebenfalls 87 Unfälle) und 2013 (77 Unfälle) belegt das Ergebnis von 2014 jetzt den zweitbesten Platz. Im Vergleich zu 1999 (185 Verunglückte), als die Initiative „Krefelder Fairkehr“ ihre Arbeit aufnahm, sind die Unfallzahlen in der Altersgruppe der Kinder bis 14 Jahre mehr als halbiert worden.

Statistik 2014

Zieht man von den 84 Unfällen noch die Zahl von 23 passiv verunglückten Kindern ab, die überwiegend als Mitfahrer im Auto ihrer Eltern und bei einem Schulbusunfall verunglückten, so ist das ein Ergebnis, das sehr gut in die Reihe der guten Ergebnisse der letzten Jahre passt. Rainer Wiehbusch-Wothge, von der wissenschaftlichen Begleitforschung der Ruhr-Universität Bochum, die in den Anfangsjahren von Fairkehr viele Ratschläge und Handlungsanweisungen gab, bewertete das Ergebnis folgendermaßen: „Erst bei einer Änderung von mehr als acht Unfällen pro Jahr kann man von einer signifikanten Änderung ausgehen und erst ab einer Differenz von mehr als 12 Unfällen pro Jahr kann man von einer nicht mehr zufälligen Entwicklung ausgehen.“

Zwar ist die Zahl von 23 passiv verunglückten Kindern eine Größe, die in den vergangenen zehn Jahren nur einmal überschritten wurde (2009: 43), diesmal ist aber den Eltern nicht unbedingt ein Vorwurf zu machen, denn in diese Statistik fließt diesmal ein Schulbusunfall vom Dezember 2014 mit ein, bei dem aufgrund einer Notbremsung rund ein Dutzend Kinder leicht verletzt wurden.

Unter den 84 verunfallten Kindern waren nur 14 Schwerverletzte. Auch das ist einer der niedrigsten Zahlen (Vorjahr: 8), seitdem die Verkehrssicherheitsinitiative 1999 (41 Schwerverletzte) ihre Arbeit aufnahm. Die Ursache für den tendenziellen Rückgang sehen die Fachleute vor allem im verminderten Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs auf Krefelder Straßen. Auch bei der allgemeinen Krefelder Unfallanalyse spielt die Geschwindigkeit nur noch eine nachgeordnete Rolle.

In all den Jahren, seitdem bei Fairkehr spezielle Unfalldaten gesammelt wurden, verunglückten immer mehr Jungen als Mädchen. Es gab nur eine einzige Ausnahme: 2012 waren mehr Mädchen als Jungen verunglückt. Im Jahr 2013 stellte sich dagegen wieder das gewohnte Bild ein. Und zwar deutlich: 47 (43 im Vorjahr) Jungen verunfallten und 30 (44 im Vorjahr) Mädchen. Dieser Trend setze sich dann auch leider 2014 fort: 32 Mädchen  und 52  Jungen verunglückten.

Handlungsbedarf besteht daher aus Sicht der Verantwortlichen vor allem im Einwirken auf das mangelnde Risikobewusstsein der Jungen in dieser Altersgruppe, dem weiter mit verstärkter Aufklärung auch an den Schulen entgegengetreten werden muss. Hauptunfallursache war in zwölf Fällen das Betreten und Queren der Fahrbahn, ohne auf den Verkehr zu achten. Ein Todesfall musste 2014 beklagt werden. Ein Kind starb, nachdem auf dem Westwall ein PKW-Fahrer ein Wendemanöver machte. Zuletzt verunglückte 2008 ein Jugendlicher tödlich.

Die unvermindert hohe Zahl der Verkehrskontrollen von Polizei und Stadt hat auch 2014 dazu geführt, dass sich die registrierten Tempo-Verstöße in den letzten Jahren kontinuierlich verringert haben. Fahrzeuge mit Krefelder Kennzeichen, die die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen sehr deutlich überschreiten, gibt es nahezu überhaupt nicht mehr. Als „richtige Raser“ gehen den Verkehrskontrolleuren von Polizei und Ordnungsamt vor allem auswärtige Fahrer ins Netz. Überhöhte Geschwindigkeit, von der Ruhr-Uni Bochum in einer Studie, die als Arbeitsgrundlage für Krefelder Fairkehr diente, noch als eine der Hauptursachen für das Unfallgeschehen auf Krefelder Straßen ausgemacht, spielt keine große Rolle mehr.

Zur Gesamtbilanz gehört jedoch auch der Hinweis, dass es immer wieder Schwankungen bei der Unfallentwicklung gibt. So waren 2004, 2006, 2008, 2010 und 2012 „erfolgreiche“ Jahre mit geringen Verletztenzahlen, während in 2005, 2007, 2009 und  teilweise auch 2011 Rückschläge hingenommen werden mussten. Von den Verantwortlichen war deshalb auch stets betont worden, dass eine seriöse Bewertung des Unfallgeschehens nur über einen längeren Zeitraum möglich sei. „Umso wichtiger ist es, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, denn die Sicherheitskonzeption für die Kinder ist eine dauerhafte Aufgabe.

1999 ist die Initiative „Krefelder Fairkehr“ in die intensive Phase der Bekämpfung der Kinderunfälle eingetreten. Ausgangspunkt waren eine Untersuchung und ein Handlungskonzept der Ruhruniversität Bochum. Zuvor konnte 1998 die „Stiftung für Kriminalprävention“ unter Leitung von Klaus Stüllenberg in Münster-Hiltrup für ein Forschungsprojekt gewonnen werden. Sie beauftragte die Ruhr-Universität Bochum – Lehrstuhl für Verkehrswesen – mit einer Analyse von rund 800 Unfällen mit Kindern und daraus resultierend mit der Entwicklung eines Handlungskonzepts.

Einen wichtigen Beitrag zum Rückgang der Unfallzahlen mit Kindern leisteten auch die zahlreichen baulichen Maßnahmen (seit 1999 knapp 400) im Straßennetz. Die Politik in Krefeld trug ebenso mit erheblichen finanziellen Mitteln zur Erfolgsgeschichte von „Fairkehr“ bei. Insgesamt stellten Stadt Krefeld und das Land in den vergangenen 15 Jahren rund drei Millionen Euro für die Arbeit der Initiative bereit.

Polizei und Stadt heben nach 15 Jahren gemeinsamer Arbeit hervor: Der „Krefelder Fairkehr“ ist kein Projekt, sondern selbstverständlicher Bestandteil der Alltagsorganisation zahlreicher Behörden, Ämter und Institutionen geworden. Die Initiative beeinflusst seit Jahren viele behördliche, politische und pädagogische Entscheidungen.

11 Nov

Jugendliche bei Verkehrsunfall leicht verletzt

Am Donnerstag (10. November 2016) wurde bei einem
Verkehrsunfall an der Straßenbahnhaltestelle Sprödentalplatz eine
Jugendliche leicht verletzt.

Um 13:50 Uhr erfasste das Auto einer 31-jährigen Krefelderin die
14-Jährige, als diese gerade aus der Straßenbahn ausstieg. Ein
Rettungswagen brachte die Jugendliche ins Krankenhaus, das sie nach
ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.

19 Sep

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer im Straßenverkehr

Die Polizei Krefeld hat wieder einen Sondereinsatz zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern durchgeführt.

Radfahrer sind in Krefeld in besonderem Maße an Verkehrsunfällen beteiligt. Die Unfallfolgen sind häufig schwerwiegend. Ursächlich ist überwiegend die mangelhafte Beachtung von Verkehrsvorschriften. Das Ziel ist es, Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern und Fußgängern zu reduzieren. Insgesamt ahndete die Polizei 23 Verstöße.

Diese Sondereinsätze werden in den kommenden Wochen fortgesetzt. Aber auch während der regulären Arbeitszeit hat die Polizei Verstöße von Fahrradfahrern oder zum Nachteil von Radfahrern im Blick und wird konsequent einschreiten.

07 Sep

Polizei Sondereinsatz – mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Am Dienstag (6. September 2016) hat die Polizei bei einem Sondereinsatz in Krefeld wiederholt das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern in der Innenstadt kontrolliert. Ziel der Aktion ist es, mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen.

Insgesamt haben die Beamten 116 Verkehrsteilnehmer verwarnt, die sich falsch verhalten haben. Es wurden 13 Ordnungswidrigkeiten geahndet und eine Strafanzeigen geschrieben. Die Polizei verwarnte Radfahrer unter anderem, weil sie das Rotlicht missachteten, ein Mobiltelefon bei der Fahrt benutzten und durch die Fußgängerzone fuhren.

Diese Sondereinsätze werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

24 Aug

Achtung Schulanfänger!

Am 25. August 2016 werden sich an den Krefelder Grundschulen wieder viele Erstklässler mit ihren Eltern und Angehörigen auf den Weg machen, um gemeinsam den ersten Schultag zu erleben. Der Weg zur Schule stellt für die Kinder eine Herausforderung dar.

Deshalb rät die Polizei Krefeld, den Schulweg in den ersten Wochen gemeinsam mit dem Kind zu üben. Sie sollten gemeinsam mit ihren Kindern eine sichere Strecke erarbeiten, die Gefahrenpunkte wie Straßenkreuzungen oder Ein- und Ausfahrten erläutern und sich
schließlich gemeinsam auf den Weg machen. Kinder lernen richtiges Verhalten im Straßenverkehr nur, wenn sie selbstständig daran teilnehmen.

Aus diesem Grund sollten Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule bringen. Außerdem führt dies zu unübersichtlichen und gefährlichen Verkehrssituationen durch viele Fahrzeuge in begrenzten Verkehrsräumen.

Ganz besonders zum Schulbeginn überwacht die Polizei Krefeld die Wege von und zur Schule. Neben dem Streifendienst nehmen daran auch die Bezirksbeamten, die Beamten der Verkehrsdirektion, sowie die Verkehrshelfer (Elternlotsen) teil.

Insbesondere bei verkehrswidrigem Halten und Parken sowie Geschwindigkeitsverstößen in Schulnähe geht die Polizei konsequent vor.

Damit sich die „i-Dötzchen“ ab Donnerstag sicher auf den Krefelder Straßen fühlen können, bittet die Polizei Krefeld: Nehmen Sie Rücksicht und fahren Sie angepasst! Fahren Sie besonnen und vorausschauend! Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit, wenn Sie Kinder
sehen!

06 Mai

12jähriger Radfahrer bei Unfall leicht verletzt

Leicht verletzt wurde ein 12jähriger Radfahrer als er am Mittwoch,  04. Mai, gegen 14:05 Uhr mit seinem Fahrrad die Fahrbahn der Kölner Straße kurz hinter der von-Ketteler-Straße querte und mit einem stadtauswärts fahrenden PKW zusammenstieß. Er wurde mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung dem Krankenhaus zugeführt. Am PKW und Fahrrad entstand kein Sachschaden.

19 Feb

Kinderunfall-Klassiker

Glück im Unglück hatte eine 15jährige Krefelderin am Donnerstag, 18.02., gegen 14:30 Uhr,  auf dem Ostwall/Ecke Dreikönigenstraße. Sie rannte Richtung Königstraße über die Fahrbahn, als sie die Straßenbahn auf der anderen Seite kommen sah. Nach mehreren Zeugenaussagen hatte die Schülerin dabei nicht beachtet, dass ihre Fußgängerampel bereits Rotlicht zeigte. Sie wurde vom Pkw Golf eines 33jährigen Krefelders erfasst. Dieser hatte noch gebremst, es jedoch nicht geschafft, die Kollision zu verhindern. Die Schülerin
wurde leicht verletzt und konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

03 Feb

12-jähriger Junge leicht verletzt

Am Mittwoch, 3. Februar, gegen 15:00 Uhr stieg ein 12-jähriger Krefelder an der Kölner Straße Höhe Von-Ketteler-Straße aus einem Bus aus. Er rannte hinter dem Bus auf die Fahrbahn und wurde dort von einem stadtauswärts fahrenden Pkw erfasst. Der Junge wurde aufgeladen und einige Meter weit durch die Luft geschleudert.Er wurde leicht verletzt zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.

03 Feb

13-jähriger Radfahrer schwer verletzt

Ein 57-jähriger Mann aus Recklinghausen befuhr am 1. Februar, um 13:20 Uhr, mit seinem Pkw Ford die Uerdinger Straße stadtauswärts. Beim Abbiegen nach rechts in die Sprödentalstraße kam es zum Zusammenstoß mit einem 13-jährigen Jungen aus Krefeld, der dort mit seinem Fahrrad die Straße auf dem Radweg querte. Der 13-Jährige stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.

19 Jan

Neunjährige bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Montag, 18. Januar, gegen 08:10 Uhr, befuhr eine 39-jährige Frau aus Neukirchen-Vluyn mit ihrem Pkw (Seat) die Leyentalstraße. Sie kam aus Richtung Moerser Straße und fuhr in
Richtung Philadelphiastraße. In Höhe der Goethestraße lief ein 9-jähriges Mädchen auf die Fahrbahn. Das Kind wurde vom Pkw der Frau erfasst und schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Das Mädchen wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und verbleibt dort stationär. Die Unfallstelle war für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt.

05 Nov

Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten

Am Mittwoch, 4. November, gegen 18:30 Uhr, kam es an der Kreuzung Glockenspitz/Vadersstraße zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Erwachsene und zwei Kinder verletzt wurden.

Ein 19-jähriger Mann aus Viersen wollte mit seinem Pkw vom
Glockenspitz links in die Vadersstraße abbiegen. Hier kam es zum
Zusammenstoß mit dem Pkw einer 40-jährigen Krefelderin, die den
Glockenspitz aus östlicher Richtung kommend befuhr. Im Pkw der Frau
befanden sich ihre beiden Kinder im Alter von drei und zehn Jahren.

Der Viersener sowie die beiden Kinder wurden leicht verletzt und
erlitten einen Schock. Die Mutter der Kinder wurde so schwer
verletzt, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und dort
stationär verblieb.

Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der Glockenspitz teilweise
gesperrt.

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