21 Okt

Landesverkehrswacht: Auftakt zu „Vorsicht Toter Winkel!“

Die Landesverkehrswacht NRW hat in Krefeld die landesweite Kampagne „Vorsicht Toter Winkel!" gestartet, bei der Radfahrer vor rechts abbiegenden Fahrzeugen gewarnt werden. Stellvertretend für zahlreiche weitere Kommunen in Nordrhein-Westfalen stattete die Stadt Krefeld mit der SWK 80 Busse ihrer Nahverkehrsflotte, die 200 Fahrzeuge ihres Entsorgungsbetriebs GSAK sowie ihre Baufahrzeuge mit Aufklebern aus, die die Radfahrer vor dem Toten Winkel warnen. Auch die Krefelder Spedition Bönders brachte 50 Aufkleber an ihren LKWs an. „Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen rechts abbiegende Kraftfahrzeuge mit Radfahrern zusammenstoßen", erläuterte LVW-Präsident Heinz Hardt den Hintergrund der Aktion. „Wir wollen daher die schwachen Verkehrsteilnehmer mit Warnpiktogrammen in der konkreten Verkehrssituation auf die Gefahr aufmerksam machen." Lebensgefährlich wird es für die Radler besonders dann, wenn es sich um nach rechts abbiegende Busse oder LKW handelt. Oft ist bei diesen Unfällen auch der Tote Winkel im Spiel, durch den Radfahrer und Fußgänger, die sich rechts neben den Fahrzeugen befinden, aus dem Sichtbereich der Fahrer verschwinden. Bei der Verkehrswacht-Aktion werden an Großfahrzeugen die Aufkleber angebracht, die die Radfahrer warnen. Mit einem Heckaufkleber und der Mahnung „Sicher nur mit Abstand dahinter!" sollen Biker davor abgehalten werden, in die Lücke zwischen Fahrzeug und Bordstein zu fahren und so in den Toten Winkel zu geraten. Auch in seiner Funktion als Präsidiumsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW sieht Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede in der Aktion einen weiteren wichtigen Baustein für mehr Verkehrssicherheit. „Unser Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Kinder ‚Krefelder Fairkehr' klärt bereits seit mehr als zehn Jahren über den Toten Winkel auf. Mit Hilfe geparkter LKW wird den Kindern erläutert, wie schnell es passieren kann, dass der LKW-Fahrer Fußgänger und Radfahrer nicht sieht. Durch die Aufkleber wird auf die Problematik nun auch im Verkehrsgeschehen hingewiesen. Dadurch wird das Erlernte wach gerufen und auch andere, nicht geschulte Verkehrsteilnehmer werden vor der Gefahr gewarnt." „Lass mich vorbei. Ich seh' dich nicht!" lautet die Botschaft auf einem weiteren Aufkleber, der an der rechten Fahrzeugseite aufgebracht wird. Damit sollen Radfahrer gewarnt werden, die sich parallel zum Fahrzeug bewegen. „Ein Radfahrer ist immer in Gefahr, wenn er eine Straßenkreuzung oder Einmündung überquert, ohne sich vorher zu versichern, dass er auch von den motorisierten Verkehrsteilnehmern gesehen wird", so Hardt. „Der Blickkontakt ist entscheidend!" zum Foto: Oberbürgermeister Gregor Kathstede (rechts), Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht NRW (Mitte) sowie der Krefelder Polizeipräsident Rainer Furth bringen einen Aufkleber an einem Bus der SWK an, der Radfahrer vor der Gefahr des Toten Winkels warnt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation "Krefelds Polizeipräsident Rainer Furth verspricht sich von der Aktion ein verbessertes Gefahrenbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer. „Leider sind Radfahrer in Krefeld besonders gefährdet. Mit 341 verletzten Radfahrern lag diese Gruppe in 2012 deutlich an der Spitze, noch vor den Autofahrern mit 294 Verletzten. Daher begrüßen wir die Initiative der Verkehrswacht." Zwar erreiche die Polizei mit Schulung viele Kinder an den weiterführenden Schulen, doch andere Bevölkerungsgruppen ließen sich nur schwer sensibilisieren. „Wir hatten in der Vergangenheit Unfälle, bei denen Senioren in den Toten Winkel eines LKW gerieten. Die Warnmotive können helfen, solche Zusammenstöße zu verhindern." Auch die Verkehrswacht Krefeld weiß um die Gefahr, die von rechts abbiegenden Bussen und LKW ausgeht. Daher wollte man die neue Initiative möglichst schnell umsetzen. „Die Belastung für Bus- und LKW-Fahrer im Alltag ist hoch", so Rainer Behrend, Geschäftsführer der Verkehrswacht. „Gerade beim Abbiegen müssen sie vieles gleichzeitig im Auge behalten. Daher ist es wichtig, dass auch die Radfahrer darauf achten, sich nicht in Gefahr zu bringen." Neben Krefeld, wo der offizielle Startschuss fiel, wurde die Aktion „Vorsicht Toter Winkel!" von den Verkehrswachten in Solingen, Unna und Oberhausen gestartet. Weitere Kommunen folgen. Die Landesverkehrswacht NRW hat das Konzept entwickelt und unterstützt die 65 örtlichen Verkehrswachten im Land bei der Umsetzung vor Ort. Die Herstellung der Aufkleber wurde durch TÜV Rheinland mitfinanziert, der auch Logistikunternehmen für eine Aktionsteilnahme gewinnen wird. Das Neusser Unternehmen 3M hat die hochwertige Folie für den Aufkleberdruck zur Verfügung gestellt. Außerdem wird die Aktion von der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. unterstützt. Weitere Information zur Aktion „Vorsicht Toter Winkel!" gibt es im Internet unter www.vorsicht-toter-winkel.de.
16 Okt

9-jähriger Junge bei Verkehrsunfall leicht verletzt

Am Freitag, 11.10.2013, um 12:15 Uhr wurde ein 9-jähriger Junge aus Krefeld auf der Forstwaldstraße / Ecke Gießerpfad von einem bisher unbekannten Fahrradfahrer angefahren. Der Junge befand sich auf dem dortigen Gehweg und beabsichtigte die Fahrbahn zu überqueren. Beim Queren des dazwischen liegenden Fahrradweges kam es zum Zusammenstoß mit einem von links kommenden Fahrradfahrer. Der Junge stürzte zu Boden. Der Radfahrer hielt kurz an. Als er sah, dass sich bereits eine Frau um den am Boden liegenden Jungen kümmerte, setzte er seine Fahrt fort. Die Zeugin brachte den Jungen nach Hause, von wo aus er dann einen Arzt aufsuchte. Dieser stellte bei dem Jungen leichte Verletzungen fest. Zur Klärung der genauen Unfallursache bittet die Polizei Krefeld Zeugen und den unbekannten Fahrradfahrer, sich zu melden.
08 Okt

Fünfter 24-Stunden-Blitzmarathon am 10.10.2013 in Krefeld

Am Donnerstag 10. und 11. Oktober 2013, von 06:00 Uhr bis 06:00 Uhr, geht der 24-Stunden-Blitzmarathon in die fünfte Runde. Der Blitzmarathon ist Teil der Kampagne "Brems Dich - Rette Leben". Erstmals wird die Polizei in NRW bundesweit Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Ziel der Maßnahmen bleibt eine nachhaltige Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer und eine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus als wirksamster Schutz gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Zu schnelles Fahren ist nach wie vor der Killer Nummer 1 auf unseren Straßen! Polizei und Stadt Krefeld werden in diesen 24 Stunden an folgenden Stellen zu unterschiedlichen Zeiten die Geschwindigkeiten kontrollieren: Anrather Straße; Am Schicksbaum; Hohenzollernstraße; Hülser Straße; Tönisvorster Straße/ Jostenstraße; Glindholzstraße; Glockenspitz; Siemensstraße; Düsseldorfer Straße; Flünnertzdyk; Forstwaldstraße; Girmesgath; Heidbergsweg; Hückelsmaystraße; Klever Straße; Kölner Straße; Oberbenrader Straße; Obergath; Stockweg; Gladbacher Str. stadtauswärts; Hückelsmaystraße/Südpark; Wilhelmshofallee; Ringstraße; Nieper Straße; Kölner Straße; Duisburger Straße; Am Badezentrum; Papendyk; Oberbenrader Straße; Stockweg; Im Witschen; Buscher Holzweg; Friedrich-Ebert-Straße; Ispelsstraße; Martinstraße; Moerser Landstraße; Moerser Straße; Ostwall; Plückertzstraße: Reitweg; St. Töniser Straße; Steeger Dyk; Kölner Straße (Fischeln; Zone 30); Fungendonk; Am Verschubbahnhof; Schwertstraße; Oberdießemer Straße; Hüttenallee; Maria-Sohmann-Straße; Girmesdyk Die Geschwindigkeit entscheidet über die Unfallfolgen. Auch wenn man gefühlt nur "ein wenig zu schnell" fährt, hat dies vollkommen unterschätzte Folgen für den Unfallausgang. Schon 15 Stundenkilometer Unterschied bei der Geschwindigkeit entscheiden über Leben oder Tod. Denn bei 65 km/h sterben acht von zehn Fußgängern, die angefahren werden. Bei 50 km/h überleben acht von zehn Fußgängern, die angefahren werden. Jeder vermiedene Unfall und jede Unfallfolge, die weniger schwer ausfällt, ist daher für die Polizei Ansporn und Verpflichtung, dem zu schnellen Fahren durch starke Kontrollen Einhalt zu gebieten.
08 Okt

6-jähriges Mädchen nach Verkehrsunfall leicht verletzt!

Ein 75-jähriger Tönisvorster befuhr am Dienstag, den 24.09.2013 um 11:55 Uhr mit seinem Pkw VW die Seyffardtstraße. Beim Abbiegevorgang nach links in die Gladbacher Straße kam es zum Zusammenstoß mit einem 6-jährigen Mädchen aus Krefeld, das dort die Fußgängerfurt überquerte. Das Mädchen stürzte zu Boden. Hierbei zog sie sich leichte Verletzungen zu.