06 Feb

Schulwegunfall – 10-jähriger Junge leicht verletzt

Als ein 10-jähriger Junge aus Krefeld am Dienstag (05.02.2013) um 07:40 Uhr an der Haltestelle Kützhofweg auf der Hülser Straße in den Bus einsteigen wollte, wurde er von einem in Fahrtrichtung Hüls fahrenden Fahrradfahrer, der den dortigen Radweg benutzte, angefahren. Der Junge zog sich hierbei leichte Verletzungen zu. Der Radfahrer setzte seine Fahrt ohne Personalienfeststellung fort. Die Polizei Krefeld bittet den Radfahrer und eventuelle Zeugen sich zu melden.
05 Feb

Zahl der Kinderunfälle 2012 wieder auf niedrigstem Stand

Zahl der Kinderunfälle 2012 wieder auf niedrigstem Stand – Wieder ein gutes Ergebnis seit Beginn der Initiative „Krefelder Fairkehr“ In Krefeld verunglückten im Jahr 2012 insgesamt 87 Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr, 18 davon als passive Verkehrsteilnehmer. Diese Zahlen hat der Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Kinder in Krefeld – auch bekannt als Initiative „Krefeld Fairkehr“ – als Einstellung des bisher besten Ergebnisses seiner Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit in der Stadt bewerten können. Im Vergleich zu den schon sehr guten Jahren 2006 (104), 2008 (97) und 2010 (bisher bestes Ergebnis mit 87 Unfällen) reiht sich das Ergebnis von 2012 sehr gut ein. Im Vergleich zu 1999 (185 Verunglückte), als die Initiative „Krefelder Fairkehr“ ihre Arbeit aufnahm, sind die Unfallzahlen in der Altersgruppe der Kinder bis 14 Jahre mehr als halbiert worden. Im Focus der Initiative von Stadt, Polizei und Verkehrswacht stand im vergangenen Jahr einmal mehr die Gruppe der zehn bis 14 Jahre alten Radfahrer. Die Polizei kontrollierte verstärkt im Umfeld der Schulen, die Schulverwaltung gab für jede Schule neue Radwege- Und Schulwegpläne heraus, zuletzt für Hüls. Trotzdem ist die Zahl der auffälligen und verunglückten Radfahrer, im Einklang übrigens mit der Gesamtunfallzahl Krefelds über alle Altersklassen, nach wie vor hoch. Insgesamt aber kann „Fairkehr“ erfreuliche Zahlen vorweisen. Verunglückten 2007 noch 64 Kinder dieser Altersgruppe auf Fahrrädern, reduzierte sich diese Zahl 2012 deutlich auf 44 Unfälle (auch wenn hier im Vergleich zum Vorjahrsergebnis keine Veränderung zu verzeichnen war). Handlungsbedarf bestand aus Sicht der Verantwortlichen vor allem im Einwirken auf das mangelnde Risikobewusstsein besonders der Jungen in dieser Altergruppe, dem weiter mit verstärkter Aufklärung auch an den Schulen entgegengetreten werden muss. Allerdings war 2012 gerade in Bezug auf die Jungen eine bemerkenswerte Veränderung festzustellen. Während seit Jahren ziemlich konstant um die 40 Mädchen verunglückten, lag die Zahl der verunglückten Jungen regelmäßig höher. Erstmals verunglückten in 2012 aber weniger Jungen als Mädchen, auch wenn es nur ein einziger war, 43 Jungen, 44 Mädchen. Wurde im Jahr 2010 fast ein Gleichstand erreicht - 42 Mädchen und 45 Jungen – so war die Differenz in 2011 bei 40 Mädchen und 58 Jungen wieder sehr viel deutlicher zu sehen. Ein Todesfall musste 2012 nicht beklagt werden. Zuletzt verunglückte 2008 ein Jugendlicher tödlich. Die Zahl der schwer verletzten Kinder ist 2012 mit 13 Jugendlichen im Vergleich zu 1999, wo es 41 Schwerverletzte gab, auf ein Drittel gesenkt worden. Auch gegenüber dem bisher besten Ergebnis aus 2010 (14) ist die Zahl der schwerer verletzten Kinder noch einmal marginal gesunken. Das beste Ergebnis war 2008 zu verzeichnen, als die Polizei lediglich neun Unfälle mit anschließender stationärer Behandlung in einem Krankenhaus registrierte. Die Ursache für den tendenziellen Rückgang sehen die Fachleute vor allem im verminderten Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs auf Krefelder Straßen. Die unvermindert hohe Zahl der Verkehrskontrollen von Polizei und Stadt habe auch 2012 dazu geführt, dass sich die registrierten Tempo-Verstöße in den letzten Jahren kontinuierlich verringert haben. Fahrzeuge mit Krefelder Kennzeichen, die die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen sehr deutlich überschreiten, gibt es nahezu überhaupt nicht mehr. Als „richtige Raser“ gehen den Verkehrskontrolleuren von Polizei und Ordnungsamt vor allem auswärtige Fahrer ins Netz. Überhöhte Geschwindigkeit, von der Ruhr-Uni Bochum in einer Studie, die als Arbeitsgrundlage für Krefelder Fairkehr diente, noch als eine der Hauptursachen für das Unfallgeschehen auf Krefelder Straßen ausgemacht, spielt keine große Rolle mehr. Zur Gesamtbilanz gehört jedoch auch der Hinweis, dass es immer wieder Schwankungen bei der Unfallentwicklung gibt. So waren 2004, 2006, 2008 und 2010 „erfolgreiche“ Jahre mit geringen Verletztenzahlen, während in 2005, 2007, 2009 und teilweise auch 2011 Rückschläge hingenommen werden mussten. Von den Verantwortlichen war deshalb auch stets betont worden, dass eine seriöse Bewertung des Unfallgeschehens nur über einen längeren Zeitraum möglich sei. „Umso wichtiger ist es, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, denn die Sicherheitskonzeption für die Kinder ist eine dauerhafte Aufgabe. Es gilt: Der Weg ist richtig und erfolgreich, aber noch längst nicht zu Ende“, betonte Hartmut Könner, Leiter des Arbeitskreises „Krefelder Fairkehr“. 1999 ist die Initiative „Krefelder Fairkehr“ in die intensive Phase der Bekämpfung der Kinderunfälle eingetreten. Ausgangspunkt waren eine Untersuchung und ein Handlungskonzept der Ruhruniversität Bochum. Zuvor konnte 1998 die „Stiftung für Kriminalprävention“ unter Leitung von Klaus Stüllenberg in Münster-Hiltrup für ein Forschungsprojekt gewonnen werden. Sie beauftragte die Ruhr-Universität Bochum – Lehrstuhl für Verkehrswesen – mit einer Analyse von rund 800 Unfällen mit Kindern und daraus resultierend mit der Entwicklung eines Handlungskonzepts. Einen wichtigen Beitrag zum Rückgang der Unfallzahlen mit Kindern leisteten auch die zahlreichen baulichen Maßnahmen (seit 1999 knapp 400) im Straßennetz. Die Politik in Krefeld trug ebenso mit erheblichen finanziellen Mitteln zur Erfolgsgeschichte von „Fairkehr“ bei. Insgesamt stellten Stadt Krefeld und das Land in den vergangenen 14 Jahren rund drei Millionen Euro für die Arbeit der Initiative bereit. Polizei und Stadt heben nach 14 Jahren gemeinsamer Arbeit hervor: Der „Krefelder Fairkehr“ ist kein Projekt, sondern selbstverständlicher Bestandteil der Alltagsorganisation zahlreicher Behörden, Ämter und Institutionen geworden. Die Initiative beeinflusst seit Jahren viele behördliche, politische und pädagogische Entscheidungen. Stadt Krefeld, Fachbereich Tiefbau, 05.02.2013