20 Sep

Sicherer Schulweg: Neue Radkarten für Grundschulen

Mit Beginn dieses Schuljahres erhalten die Viertklässler der Krefelder Grundschulen neue Radkarten. In Kooperation mit dem Fachbereich Schule und der Initiative „Krefelder Fairkehr" haben die Verkehrssicherheitsberater der Schulen und der Polizei die bisherigen Schulwegepläne der Grundschulen überarbeitet und erweitert. Das Ergebnis sind neue schulspezifische Radkarten, die die unmittelbare Schulumgebung zeigen. Die Grundschulradkarten sollen vorrangig im Rahmen der Verkehrserziehung bei der Radfahrausbildung in der Verkehrswirklichkeit eingesetzt werden. Hierzu erhält jeder Viertklässler eine eigene Karte. „Die neue Radkarte stellt eine anschauliche Unterlage für Lehrer, Eltern und Kinder dar", erläuterte Helmut Bott, Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Eingezeichnete Radwege und eine dem Umfeld der jeweiligen Schule entsprechende Ausschnittsvergrößerung bieten die Möglichkeit, den Fahrradparcours gemeinsam mit den Schülern zu erarbeiten und die Strecke im Kartenwerk zu markieren. Auch die Eltern können mit Hilfe der Karte den Parcours zusammen mit ihren Kindern einüben und die schulische Verkehrsausbildung unterstützen. „Ziel der neuen Radwegepläne ist die Vermeidung von Unfällen mit Kindern in ihrer unmittelbaren Schul- und Wohnumgebung. Gefahrenquellen sollen transparent gemacht werden", erklärte Schulrätin Erika Dercks-Dückmann. Lotsenstellen, Zebrastreifen und Gefahrenbereiche sind gesondert gekennzeichnet. Somit besteht die Möglichkeit, im Umfeld der Schulen die sichersten Wege zu ermitteln und mit den Schülern bestmöglich das Verhalten im Straßenverkehr einzuüben. Eltern können die Karten nutzen, um auch im Freizeitbereich der Kinder auf bestimmte Regeln und Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen. Das Kartenmaterial wird alle zwei Jahre überarbeitet und aktualisiert. So wird sichergestellt, dass auch Veränderungen in der Straßenführung oder neue Radwege zeitnah aufgenommen werden. Die Grundschulen Mosaikschule, Mariannenschule, Buchenschule und Brüder-Grimm-Schule erhalten die Radkarten erst im laufenden Schuljahr. Der Parcours für die Radfahrausbildung in der Verkehrswirklichkeit befindet sich dort noch in der Planungsphase.
08 Sep

12-Jähriger verletzt sich bei Unfall leicht

Am Mittwoch, 07.09.2011, ist ein Kind bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt worden. Er prallte gegen das Heck eines Lastwagens. Der 12-jähriger Junge war gegen 18.40 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Peter-Esser-Dyk unterwegs und übersah im Einmündungsbereich zum Josef-Brocker-Dyk einen verkehrswidrig geparkten Lastwagen. Der Junge prallte gegen das Heck des LKW und verletzte sich leicht.
01 Sep

Achtung – Schulkinder unterwegs! Am Mittwoch, den 7. September 2011, beginnt in den Schulen der Unterricht

Damit startet für die vielen Schulneulinge ein neuer Abschnitt. Dies gilt natürlich auch im Straßenverkehr, hier müssen die Kinder nun täglich ihren neuen Schulweg bewältigen. Dabei sind sie mit dem komplexen Verkehrsgeschehen und ihren eigenen eingeschränkten Fähigkeiten schnell überfordert. Schüler, die von Grundschulen zu weiter führenden Schulen wechseln, sind auf deutlich längeren neuen Schulwegen mit Fahrrad, Bussen und Bahnen als unsichere und ungeübte Verkehrsteilnehmer auf unsere Rücksicht angewiesen. Die Unfallstatistik für Krefeld zeigt seit einigen Jahren, dass nicht alle Schüler ihren Schulweg wohlbehalten und unbeschadet bewältigen. Allein bei Verkehrsunfällen auf dem Schulweg wurden im Jahr 2010 und 2011 auf Krefelds Straßen 27 Kinder verletzt. Davon waren 15 der verletzten Schüler Radfahrer. Folgende Verhaltensweisen haben sich für die Schüler nach wie vor als besonders gefährlich herausgestellt: - Abweichen vom empfohlenen beziehungsweise geübten Schulweg - Unachtsames Verlassen der Gehwege - Plötzliches, gedankenloses Betreten der Fahrbahn hinter Sichthindernissen (zum Beispiel parkende Fahrzeuge, Baustellenabsperrungen usw.) - Benutzung der falschen Straßenseite als Radfahrer - Fehlerhaftes Abbiegen sowie unachtsames Einfahren in den fließenden Verkehr als Radfahrer Schulneulinge sollten keinesfalls den Schulweg mit dem Fahrrad antreten, da es selbst nach der Radfahrprüfung im 4. Schuljahr für Kinder nach wie vor schwierig ist, einfache Verkehrssituationen selbständig zu meistern. Der hohe Anteil von Unfallbeteiligten bei den Rad fahrenden Schülern ist ein Beweis dafür, dass diese häufig mit dem komplexen Verkehrsgeschehen überfordert sind. Am meisten gefährdet ist dabei die Gruppe der 10 – 14 -jährigen. Hier verleitet die beginnende beziehungsweise eingetretene Pubertät zusätzlich noch zu leichtsinnigem und übermütigem Verkehrsverhalten. Verantwortungsvolle Eltern sollten daher unbedingt das Verkehrsverhalten des eigenen Kindes genauer unter die Lupe nehmen, um gegebenenfalls mit entsprechenden Maßnahmen eine Verhaltensänderung zu bewirken. Der Helm sollte für Kinder der Jahrgänge bis zur 8. Klasse selbstverständlich sein. Darüber hinaus ist es enorm wichtig, mindestens einmal wöchentlich das Fahrrad des Kindes auf Mängel zu überprüfen und gegebenenfalls zu reparieren. Dies gilt in besonderem Maße für Bremsen und Beleuchtung. Es reicht nicht, die Kinder mit dem PKW zur Schule zu bringen beziehungsweise sie von dort wieder abzuholen. Kinder müssen den Schulweg und die damit verbundenen Gefahren gut kennen. Diese sind ihnen begreifbar und kindgerecht zu erklären. Daher muss der Schulweg von den Eltern mit den Kindern zu Fuß beziehungsweise zu den weiter führenden Schulen mit dem Fahrrad gut eingeübt werden. Die Kinder müssen dabei immer wieder auf die bekannten Gefahrenstellen hingewiesen werden. Durch wiederholtes Abgehen bzw. Abfahren der Strecke muss dort das richtige Verhalten trainiert werden. Sinnvoll ist es auch, die Kinder bei den ersten Schulwegen zu begleiten. Ist eine Anfahrt mit dem Auto erforderlich, sollen die Kinder nicht zur Fahrbahnmitte aussteigen, sondern an der sicheren Seite, dem Bürgersteig. Zudem sollten die Kinder nicht bis vor das Schultor gefahren werden. Ein langsam länger werdender Restfußweg ist für die Kinder in vielerlei Hinsicht gut. An Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene, sei es nun als Fußgänger, Radfahrer oder motorisierte Verkehrsteilnehmer richtet sich der Appell: Helfen Sie mit, auch durch Ihr Vorbild, die immer noch zu hohe Zahl von Kinderunfällen zu senken! Kinder haben im Straßenverkehr nicht die Übersicht und die Sichtweise der Erwachsenen. Schlechte Vorbilder als Radfahrer oder Fußgänger - sei es nun aus Gleichgültigkeit oder reinem Egoismus - können für Kinder lebensgefährliche Folgen haben. An die Kraftfahrer richtet sich die Bitte: "Fahren Sie langsam - besonders auch nach den ersten Schultagen". Als Kraftfahrer hat jeder eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber Kindern und das nicht nur weil der § 3 Straßenverkehrsordnung das deutlich vorschreibt. Denken Sie besonders als Eltern auch daran, die Haltverbotszonen vor den Schulen zu beachten, denn Sie versperren sonst den Kindern mit Ihrem Fahrzeug den Blick auf die Fahrbahn und anderen Fahrzeugführern den Blick auf die Kinder. Die Polizei wird in den ersten drei Wochen nach Schulbeginn täglich ihren Beitrag zum Schutz auf den Schulwegen leisten, sowie den Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen bei der Polizei Krefeld auch die Verkehrssicherheitsberater des Verkehrskommissariates Prävention in der Direktion Verkehr unter den Telefonnummern (02151) 634-62 70 bis 6274 gerne zur Verfügung.
01 Sep

WHITE-BIKES warnen an großen Stadtzufahrtstraßen im Bereich der Ortseingänge

Die weißen Fahrräder der Polizei Krefeld, die in den vergangenen Monaten verschiedene gefährliche Stellen im Stadtgebiet markiert und mit Appellen wie „Du kannst dein Schicksal lenken“ zu mehr Umsicht im Straßenverkehr aufgefordert haben, haben ihren Standort gewechselt. Seit heute sind die WHITE-BIKES bis in den späten Herbst hinein rotierend an diversen Stadtzufahrtsstraßen aufgestellt. Den Anfang machen die WHITE-BIKES nach der Sommerpause mit dem Standort Nieper Straße aus Fahrtrichtung Neukirchen-Vluyn kommend unmittelbar vor dem Kreisverkehr Flünnertzdyk. „Auf dem morgendlichen Arbeitsweg in die Stadt lauern viele Gefahren“, so Markus Stephan von der Verkehrsunfallprävention der Krefelder Polizei. Außerhalb geschlossener Ortschaften werden höhere Geschwindigkeiten gefahren als in der Stadt. Mit Einfahrt in das Stadtgebiet verändert sich jedoch der Verkehrsraum. Er wird unter anderem durch Bebauung, höhere Verkehrsdichte und das Zusammentreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer (Radfahrer und Fußgänger, welche nicht selten zugleich Schulkinder sind) komplexer und damit gefährlicher. Hinzu kommt, dass der Weg für viele Autofahrer jeden Tag derselbe ist und eine Art Gewöhnungseffekt eintritt. Die Gefahr in der Macht der Gewohnheit z.B. einen anderen zu übersehen („Ups – wo kommt der denn jetzt her?“) oder gar zu schnell zu fahren („Ich schaffe es noch rechtzeitig zur Arbeit“) steigt. Mit dem neuen Spruch „PASS AUF UNS AUF“ sollen Autofahrer am Orteingang „wachgerüttelt“ werden, denn vorausschauendes, korrektes Verhalten im Straßenverkehr ist wichtig um schwere Unfälle zu verhindern.